Ökumene bei der Heilig-Rock-Wallfahrt in Trier

Herzliche und heitere Begegnung

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ROM, 10. Mai 2012 (ZENIT.org). – Ungefähr 1500 Gläubige, Mennoniten, Anglikaner, Altkatholiken und Methodisten, Kopten und Lutheraner, Orthodoxe  aus Griechenland, Russland, Serbien und Äthiopien, Katholiken und Protestanten hatten sich am Ökumenetag am 5. Mai zu einem mehrstündigen gemeinsamen Pilgerweg durch die Trierer Innenstadt mit gemeinsamen Stationsgottesdiensten zusammengefunden. Bischöfe, Superintendenten, ein Präses und ein Kirchenpräsident, Erzpriester und Pastoren. Im Mittelpunkt stand das Gemeinsame dieser Gläubigen: der Glaube an den Dreieinigen Gott, die Bibel und die Taufe. Texte der Bibel wurden gelesen, es wurde gemeinsam gesungen und gebetet.

Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann äußerte gegenüber Domradio: „Mich hat der Tag sehr berührt, in der Mischung von Heiterkeit, Begegnung mit den verschiedenen Repräsentanten der Kirchen und denen, die aktiv sind, im Bereich der Ökumene und den vielen Pilgern, die mitgegangen sind. Dann gab es auch die ruhigen Momente mit einer dichten Atmosphäre. Man spürt auch unter den Vertretern der Kirchen, dass eine wirkliche Herzlichkeit da war.“

Christian Schad, der Kirchenpräsident der evangelischen Kirche der Pfalz, erwartet von der Begegnung der verschiedenen „Glaubensgeschwister“ einen starken Impuls für die zukünftige Einheit.

Auch Bischof Ackermann hat die Nachhaltigkeit des Ökumene-Tages im Blick: „Es wäre schade, uns nicht mehr zu treffen, wenn die Wallfahrt zu Ende geht. Die Wallfahrt war auch immer Anlass, sich miteinander ins Gespräch zu begeben. Und da wollen wir den Faden nicht abreißen lassen. Ich denke, dass es Anknüpfungspunkte gibt.“

Auch bei den 2200 Helfern gibt es starke ökumenische Akzente: Zum Beispiel ist neben zahlreichen Protestanten die russisch-orthodoxe Elena Albutova (25) aus Uljanowsk in Russland im Einsatz, die mit ihren guten Deutsch-Kenntnissen im Helferzelt eine wichtige Kontaktperson für die vielen russischsprachigen Pilger ist, die oft nur wenig Deutsch oder Englisch sprechen. „Mein Motto für diese Zeit hier in Trier ist das Wallfahrtsmotto, da ich als russisch-orthodoxe Christin mit den Katholiken und Menschen aus so vielen Städten zusammengeführt wurde", erklärte sie. [jb]