Ökumene: Gemeinsamkeit in der Haltung zur Abtreibung

Evangelischer Pfarrer, Hohenzollernprinz und Ururenkel von Kaiser Wilhelm I., spricht von moralischem GAU

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ZEHDENICK, 17. September 2011 (ZENIT.org). – Der Hohenzollernprinz Philip Kiril von Preußen, seit einigen Monaten als Vakanzvertretung evangelischer Pfarrer im brandenburgischen Zehdenick (Oberhavel) und Ururenkel von Kaiser Wilhelm II., hat zur Teilnahme am „Marsch für das Leben“ in Berlin (ZENIT berichtete) aufgerufen.  Prinz Philip Kiril ist 43, Pfarrer, verheiratet und Vater von sechs Kindern.

Dass er seine Namen nutzt, um Botschaften zu vermitteln, gibt er gegenüber der „Märkischen Zeitung“ gerne zu. „Wir brauchen zum Beispiel eine Bewegung und einen Bewusstseinswandel wie seinerzeit durch Martin Luther King. Was damals der selbstverständliche Rassismus war, ist heute die große Akzeptanz, unerwünschte Kinder im Mutterleib zu töten.“ Durch diese gängige Praxis verliere Deutschland mindestens ein Fünftel eines Geburtenjahrgangs.

 „Das kann sich Deutschland auf Dauer nicht leisten. Ganz zu schweigen vom moralischen GAU“, sagte er. Seltene Pflanzen und Frösche würden per Gesetz geschützt. Aber Abtreibung sei okay. „Ich glaube, da haben wir die Relationen verloren“, ist der Prinz überzeugt.

„Christus war immer auf seiten der Schwachen. Die Schwächsten sind hier ohne Zweifel die unschuldigen Kinder. Ich empfehle jedem, die betreffenden Passagen der Friedensnobelpreisrede von Mutter Teresa von 1979 zu verinnerlichen. Das hat nichts damit zu tun,  Mütter im echten Schwangerschafts-Gewissenskonflikt anzuprangern. Sie brauchen in jeder Weise unsere einfühlsame Unterstützung! Ich prangere höchstens Abtreibungsärzte an, weil sie mit Töten ihr Geld verdienen."

Sein wahrer Held sei Jesus, so sein Bekenntnis. Er befasst sich den eigenen Worten nach nicht pausenlos mit Kaiserreich und seinen berühmten Vorvätern: „Meine nächste Predigt ist mir wichtiger als das Pauken von Geschichtsbüchern.“

„Wir sollten wieder Gott zum König der Herzen machen – und mehr Kinder bekommen“, so der Prinz.