Ökumenische Pilgerreise zum Lutherjubiläum

Erzbischof Zollitsch plant ökumenische Pilgerreise ins Heilige Land

Bonn, (ZENIT.org) Jan Bentz | 492 klicks

Nach einem Bericht von Radio Vatikan plant der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, anlässlich der 500-Jahr-Feier der Reformation im Jahr 2017 eine ökumenische Pilgerreise ins Heilige Land.

Eine solche Unternehmung könne zum gemeinsamen Zeugnis der Nähe zu Jesus Christus und zur Heiligen Schrift beitragen. Eine gemeinsame Basis zur Bedeutung der Reformation stehe bisher noch aus, so wird Zollitsch zitiert.

Landesbischof a.D. Johannes Friedrich hatte in der Vergangenheit besonders die Fortschritte in der Ökumene in der Zeit der Vorbereitung des Reformationsjubiläums hervorgehoben, ausgehend vom Besuch von Papst em. Benedikt XVI. im Augustinerkloster in Erfurt, in das Martin Luther im Sommer 1505 als 21-Jähriger eingetreten war, als Ort der Begegnung mit der Führungsspitze der Evangelischen Kirche in Deutschland anlässlich des Deutschland-Besuchs des damaligen Papstes. Damit sei eine gewisse Rehabilitierung Luthers erfolgt.

Benedikt XVI. sah die ökumenische Zusammenarbeit der Christen aller Konfessionen vor allem darin, ein Zeugnis für das Evangelium Christi in die Gesellschaft hineinzutragen, was sich in einer gemeinsamen Ethik ausdrücken müsse. Dazu gehöre das Eintreten für den unbedingten Schutz des Lebens, die Förderung der Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau, den Schutz der Familie als Keimzelle einer gesunden Gesellschaft und die Bewahrung der Schöpfung.

Zum Reformationsjubiläum sind in allen Diözesen verschiedene Veranstaltungen in Vorbereitung.