Ökumenischer Kirchentag erreicht magische Zahl von 100.000 Anmeldungen

Geistliches Zentrum setzt Fokus auf Miteinander in Glaube und Spiritualität

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Von Angela Reddemann

MÜNCHEN, 22. April 2010 (ZENIT.org).- „Die Zahl von 100.000 angemeldeten Teilnehmern ist geknackt". Mit freudigen Augen und strahlendem Lächeln bestätigten Mitarbeiter des Stabes beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München heute gegenüber ZENIT ihre Zufriedenheit über das Erreichen dieser magischen Zahl. Genau 20 Tage vor dem Eröffnungsgottesdienst auf der Theresienwiese könne man gespannt und gelassen dem Großereignis mit seinen über 3000 Angeboten entgegen gehen. „Christen von heute", so die feste Überzeugung der Stabsmitglieder des ÖKT, „haben Visionen". Um diese weiter zu entwickeln, dafür werde beim ÖKT viel Raum geboten.

Die Zahl der Anmeldungen von Kleingruppen und Einzelnen steige ständig, so der Tenor. Christen aus ganz Deutschland suchten gerade inmitten des aufgewühlten binnenkirchlichen Wellenganges nach Orten, wo eine gemeinsame Auseinandersetzung über die Berufung von Christen in der Gesellschaft möglich ist, so ein Mitglied der „Projektkommission Geistliches Zentrum", die heute ihre abschließende Tagung vor dem Großereignis, das vom 12. bis 16. Mai in München stattfindet, durchführte.

In Zeiten wie diesen zehre das ökumenische Miteinander von der Suchbewegung zu den gemeinsamen Quellen, so die Überzeugung engagierter ehrenamtlicher Mitarbeiter des ÖKT.

Das gut sichtbare Kreuz, die Bibel und eine orthodoxe Ikone, die auf der Großbühne des Geistlichen Zentrums in der Halle B2 der Neuen Messe Anfang Mai installiert werden, zeugten davon.

Gerade in Zeiten wie diesen sei Nahrung für die Seele und Impulse für ein authentisches Christsein in der Gesellschaft gefragt. Deshalb wird das Geistliche Zentrum, so die federführende Kommission, auch seine Besucher in eine biblische Landschaft, in kreative Oasen, in denen Palmen wachsen und der Kiessand unter den Füßen knirschen wird, entführen, damit die ÖKT-Pilger an der „Quelle des Lebens" ihre „Sehnsucht stillen und Kraft schöpfen" könnten. Es gehe um „Begegnung" mit mir selbst, mit Jesus und mit anderen.

So werde es auch eine Oase der Versuchung geben, die sehr realistisch anspreche „was uns lockt, was uns gefährdet und was uns belebt", betont Br. Andreas Brands OFM.

Für Br. Christian Hauter, von der Christusträger Bruderschaft im Kloster Triefenstein ist diese Landschaft ein Sinnbild für die Oasen des Lebens, „die es mitten im Getümmel des Kirchentages als Orte der Begegnung und des zur Ruhe Kommens geben wird. Sieben Oasen, die zum persönlichen Erleben und Gestalten einladen" und von Podien mit hochkarätiger Besetzung ergänzt werden, bei denen es um gemeinsame ökumenische Brennpunkte von Glaube und Spiritualität gehen wird.

Deshalb ist wohl auch der Name der Vorabzeitung zum 2. Ökumenischen Kirchentag (2. ÖKT) unter dem Titel „Miteinander in München" selbstredend ein Hoffnungszeichen.