ONU: Tag der Barmherzigkeit in Erinnerung an Mutter Teresa

Stellungname Kardinal Sarahs

Rom, (ZENIT.org) | 469 klicks

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den ersten „Internationalen Tag der Barmherzigkeit“ am vergangenen 5. September, dem Todestag von Mutter Teresa von Kalkutta (1910-1997), gefeiert. In einer Stellungnahme, die vom Osservatore Romano veröffentlicht wurde, äußert sich Kardinal Robert Sarah, Präsident des Päpstlichen Rates „Cor Unum“, erfreut über die Initiative.

„Die Anerkennung der Person und der Arbeit von Mutter Teresa von Seiten der internationalen Gemeinschaft ist eine Einladung an uns, weiterzumachen und das Zeugnis der Liebe denjenigen zu geben, die es am meisten brauchen“, so Sarah, und er erinnerte an den Appell von Papst Franziskus, eine arme Kirche für die Armen zu sein. Der Kardinal sprach den vielen Diensten und Personen seinen Dank aus, die sich in den katholischen Institutionen um die Armen kümmern und ihr Leben barmherzigen Werken in den ärmsten Teilen der Welt geweiht haben.

„Der Grund für eine Mission der Barmherzigkeit der Kirche ist Jesus Christus und das Zeugnis seiner Liebe“, zitierte Sarah Mutter Teresa. „Wir sind nicht wirklich Sozialarbeiter. Vielleicht absolvieren wir in den Augen der Menschen eine soziale Arbeit, aber in Realität sind wir Kontemplative im Herzen der Welt; wir berühren den Körper Jesu Christi Tag für Tag 24 Stunden.“

Die Kirche müsse in den Armen erkennen, dass sie vor Gott stehe, zitierte er erneut Mutter Teresa. „Gott hat sich mit den Hungernden, den Kranken identifiziert, mit denen, die nackt sind, ohne Dach über dem Kopf; sie haben nicht nur Hunger nach Brot, sondern auch nach Liebe, nach Betreuung, nach Beachtung; es gibt nicht nur einen Mangel an Kleidung, sondern auch einen Mangel an Mitgefühl, das nur wenige Personen verspüren; ohne ein Dach über dem Kopf nicht nur im Sinne, keine Behausung zu haben, sondern auch niemanden, den man als Nachbarn hat.“