Ordensleute an der Seite der Schwachen sind ein Zeichen

Kardinal Maradiaga beim Treffen der Internationalen Vereinigung von Generaloberen in Rom

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ROM, 2. Juni 2009 (ZENIT.org).- Ordensleute sollten nicht nur den Schwachen dienen; sie gehörten an ihre Seite und sollten auf Augenhöhe mit ihnen leben, erklärte Kardinal Maradiaga vor führenden Ordensleuten in Rom. Unterwegs an der Seite der Kleinen und im Zeichen solidarischer Entäußerung, das sei ein entscheidendes Zeichen für die heutige Kultur.

Entscheidend für die Fruchtbarkeit des Ordenslebens bleibt nach Worten des internationalen Caritas-Präsidenten die Freude an der eigenen Lebensweihe, die zum Antrieb einer großzügigen Hingabe werde und so davor bewahre, für Machtansprüche anfällig zu werden.

Unter dem Motto „Geographischer und kultureller Wandel im Leben der Kirche: Herausforderungen und Perspektiven“ berieten die Generaloberen von Instituten katholischer Ordensleute in den vergangenen Tagen im Rahmen einer Begegnung in Rom über den Beitrag ihrer Institute im Übergang zum 21. Jahrhundert.

„Die Geschichte der Kirche ist ein Zeugnis ihrer missionarischen Ausbreitung“, so Kardinal Maradiaga. Die neuen Aereopage und Grenzsituationen in einer Zeit demographischen Wandels, der den Schwerpunkt des kirchlichen Lebens zu 75 Prozent in die südliche Hemisphäre verlagert habe, seien die neuen Herausforderungen für die Evangelisierungstätigkeit der Kirche.

Für Kardinal Maradiaga gilt beim Ordensleben die Transparenz einer entschiedenen Hingabe, die den Einzelnen zu „einem lebendigen Brief Christi“ werden lässt, der vom Norden bis zum Süden die Botschaft des Evangeliums zu vermitteln vermag: „Nichts ist unmöglich für den, der liebt“, bekräftigte der Kardinal.

Veranstalter der internationalen Begegnung, die vom 27. bis zum 29. Mai in Rom stattfand, war die Internationale Vereinigung von Generaloberen (Unione Internazionale Superiore Generali, USG). Die USG ist eine Einrichtung, die als Trägerkreis verschiedenen Instituten seit ihrer Gründung im Jahr 1955 dazu beiträgt, dass Ordensleute in Führungsrollen ihre Erfahrungen teilen, Informationen austauschen und einander bestärken.

Die USG ermuntert zu Dialog und Zusammenarbeit unter Ordenskongregationen in Kirche und Gesellschaft. Sie bietet regelmäßig Programme, Zusammenkünfte und Veröffentlichungen an, um den Mitgliedern in ihrer Entwicklung als Leiter und Förderer ihrer Werke zu helfen.