Ordensvertreter beglückwünschen Papst Franziskus

Positives Signal für die Kirche

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 1455 klicks

Die Vertreter unterschiedlicher Ordengemeinschaften äußerten sich postiv über die Wahl von Papst Franziskus, der in einem schwierigen Moment in der Geschichte der Kirche die Nachfolge Petri antreten muss. Übereinstimmend stellen alle Ordensvertreter fest, dass sich Papst Franziskus, worauf auch bereits sein Name hindeute, durch große Einfachheit und Demut sowie den Dienst an den Armen und Bedürftigen auszeichne.

Stefan Kiechle SJ, Provinzial der Deutschen Jesuitenprovinz, bezeichnete die Wahl Kardinal Bergoglios zum Papst als „ein positives Signal für die Kirche.“ Die Wahl eines Jesuiten in dieses Amt überrasche, da gewöhnlich ein Jesuit nicht nach Ämtern und Würden strebe, sich diesen aber auch nicht verweigere, wenn er berufen werde.

Die Namenswahl „Franziskus“ sei als programmatischer Hinweis auf den Dienst an den Armen und Bedürftigen sowie auf einen einfachen und ökologischen verantwortungsbewußten Lebensstil zu verstehen. Papst Franziskus habe sich in seiner bisherigen Laufbahn der jesuitischen Tradition folgend stets für den Glauben und die Gerechtigkeit eingesetzt.

P. Adolfo Nicolás SJ, Ordensgeneral der Societas Jesu, wertete die Wahl von Papst Franziskus als Zeichen der Hoffnung. Bereits bei seinem ersten Auftreten vor den Gläubigen seien die Einfachheit und Demut, auf die auch die Namenswahl hinweise, die pastorale Erfahrung und tiefe Spiritualität von Papst Franziskus deutlich geworden.

François-Xavier Dumortier SJ, Rektor der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom, erklärte während des „Dies Academicus“ an der Universität, dass die Freude über die Wahl von Papst Franziskus und das Zusammenfallen der Veranstaltung mit diesem Ereignis groß sei. Papst Franziskus, der sich demütig und zurückhaltend präsentiere, stelle sein Leben in den Dienst der Armen. Die Universität fühle sich dem Papst nicht wegen derselben Ordenszugehörigkeit verbunden, sondern auch wegen der zahlreichen Studenten an der päpstlichen Universität, die aus lateinamerikanischen Ländern kommen.

Bruder und Kustos Mauro Gambetti führte stellvertretend für seine Brüder im Konvent von Assisi aus, dass sich ihre Freude beim Hören des Namens „Franziskus“ vervielfacht habe. Der Name stehe für einen einfachen und demütigen Lebensstil, der an Christus, arm und gekreuzigt, ausgerichtet sei. Auch Papst Franziskus zeichne ein brüderlicher und herzlicher Umgang, wie ihn der heilige Franziskus mit allen Kreaturen pflegte, aus.

Der Generalprior P. Robert F. Prevost OSA betonte, dass Papst Franziskus der erste Nichteuropäer sei, der die Nachfolge Petri antrete. Der für seinen einfachen Lebensstil und den Einsatz für die Armen bekannte neue Papst sei in einem schwierigen Moment in der Geschichte der Kirche gewählt worden.

In Bezug auf die Namenswahl erinnerte der Generalprior nicht nur an den heiligen Franziskus, sondern auch an den heiligen Franz Xaver, der vor allem in Asien als Missionar tätig gewesen war. Die Heiligen riefen der Kirche in Erinnerung, das Evangelium zu leben und zu verbreiten. P. Prevost versicherte Papst Franziskus der Verbundenheit und Mitarbeit der Augustiner.