Orthodoxe und Katholiken setzen theologische Gespräche fort

Begegung der internationalen Dialog-Kommission imitalienischen Ravenna

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ROM, 8. Oktober 2007 (ZENIT.org).- Die Mitglieder der „Gemischten Internationale Kommission für den theologischen Dialog zwischen der katholischen und der orthodoxen Kirche in ihrer Gesamtheit“ sind nach Angaben des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen in der italienischen Stadt Ravenna zur zehnten Vollversammlung zusammengetreten.



Bei der Begegnung, die heute begonnen hat und am Mittwoch zu Ende gehen wird, handelt es sich um die zweite, die seit der Wiederaufnahme des theologischen Dialogs im Jahr 2006 mit der Vollversammlung in Belgrad einberufen worden ist. Die Kommission wurde 1979 von Papst Johannes Paul II. und dem ökumenischen Patriarchen Dimitrios I. eingerichtet und nahm ihre Arbeiten 1980 in Patmos-Rhodos auf, wo die erste Vollversammlung stattfand.

Die Gremiumsmitglieder setzen sich gegenwärtig mit einem Dokument über „ekklesiologische und kanonische Konsequenzen der sakramentalen Natur der Kirche – Konziliarität und Synodalität in der Kirche“ auseinander. Die Arbeiten zu diesem Text – sie gehören zum Programm, das 1980 in Patmos-Rhodos vereinbart worden war – waren unterbrochen worden, um jene Fragen zu erörtern, die die Beziehungen der Orthodoxie mit den katholischen Ostkirchen infolge des Zusammenbruchs der kommunistischen Regimes in Osteuropa betrafen. Mit der Vollversammlung in Belgrad habe die Dialogkommission nun ihren ursprünglich geplanten Arbeitsrhythmus wiederaufgenommen, berichtete der Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen.

Die Expertenkommission setzt sich aus jeweils 30 Mitgliedern der katholischen Kirche und der Orthodoxie zusammen. Vorsitzende sind Kardinal Walter Kasper, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, und Ioannis, Metropolit von Pergamo, für das Ökumenische Patriarchat.

Zu den katholischen Mitgliedern der Kommission gehören Kardinäle, Erzbischöfe, Bischöfe, Priester und Laien, die als Sachverständige verschiedene Disziplinen repräsentieren. Für die Orthodoxie vertreten die Mitglieder nach der vom Fanar angegebenen Ordnung das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel, das griechisch-orthodoxe Patriarchat von Alexandrien, das griechisch-orthodoxe Patriarchat von Antiochien, das griechisch-orthodoxe Patriarchat von Jerusalem, das Patriarchat von Moskau, das orthodoxe Patriarchat von Serbien, das orthodoxe Patriarchat von Bulgarien, die orthodoxe Kirche von Griechenland, die orthodoxe Kirche von Polen, die orthodoxe Kirche von Albanien, die orthodoxe Kirche der Tschechischen Republik und der Slowakei, die orthodoxe Kirche von Finnland und die orthodoxe Kirche von Estland.