Orthodoxes Osterfest

300.000.000 orthodoxe Christen feiern weltweit nach dem julianischen Kalender

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ROM, 16. April 2012 (ZENIT.org). – Mehr als 300.000.000 orthodoxe Christen haben am Sonntag das Osterfest gefeiert. Sie richten sich nach dem julianischen Kalender, der auf Julius Caesar zurückgeht.

Ihr höchster Repräsentant, der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I., verurteilte in seiner Osterbotschaft diejenigen, die „Reichtümer auf Kosten des Lebens anderer" an sich rafften und so den Tod verbreiteten. Der Moskauer Patriarch Kirill betonte bei den im russischen Fernsehen übertragenen Osterfeierlichkeiten in der Erlöserkathedrale adressiert an die kirchenfeindlichen Kräfte, dass alle atheistischen Mächte mit ihrem Vorhaben gescheitert seien, die Kirche zu zerstören.

In der Nacht hatte der orthodoxe Patriarch Theophilos III. in Jerusalem die Ostermesse zelebriert. Ihm war zwei Jahre lang die Anerkennung der israelischen Behörden verweigert worden.

In Jerusalem nahmen viele tausend Orthodoxe an der Feier der Auferstehung Jesu in der völlig überfüllten Altstadt teil. Anwesend waren auch viele Pilger aus Palästina und aus der ganzen Welt.

Während der Feier wird das Feuer aus dem Grab Jesu an die Gläubigen in der Grabeskirche und dann in der ganzen Stadt weitergereicht. Diese 1200 Jahre alte Tradition ist der Höhepunkt der Osterfestlichkeiten in Jerusalem. [jb]