Oscar-Gewinner Danny Boyle wollte Priester werden

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ROM, 28. Februar 2009 (ZENIT.org).- Die Salesianer Don Boscos haben ihrem ehemaligen Schüler Danny Boyle gratuliert, der in Los Angeles acht der begehrten Filmpreise gewann. Der britische Regisseur war Schüler am Thornleigh Salesian College in Bolton/England.

„Als ich erfahren habe, dass Danny Boyle für seinen Film Slum Dog Millionaire acht Oscars gewonnen hat, habe ich mich sehr für unsere Schule in Bolton gefreut. Es ist eine gute Werbung für unsere salesianische Pädagogik. Außerdem erzählt der Film die Geschichte von benachteiligten Straßenkindern”, sagt Salesianerpater Tony Bailey SDB aus England.

P. Bailey unterrichtete 12 Jahre am Thornleigh Salesian College. In dieser Zeit war Danny Boyle hier Schüler. Seine Liebe zur Dramatik verdankt der Oscar-Preiträger dem beliebten Englischlehrer, Mr. Unsworth, weiß P. Bailey. Außerdem spielte Danny im Fußballteam, das P. Bailey trainierte: „Wir waren aber ehrlich gesagt keine gute Mannschaft.“

Der Salesianerpater erinnert sich auch daran, dass der junge Danny überlegt hatte, Priester zu werden. Ein Mitbruder riet ihm jedoch davon ab: „Das ist nicht dein Weg!“ Der Schüler meinte damals: „Ich weiß nicht, ob er der Kirche damit einen Gefallen tut oder mir. Vielleicht uns beiden?“

Das Drama „Slumdog Millionaire“ beschreibt einen Tag im Leben des aus Mumbai stammenden Straßenjungen Jamal Malik, der durch die indische Version von "Wer wird Millionär?" reich wird. Der Film konnte 2009 acht der zehn Oscar-Nominierungen und alle vier Nominierungen für den Golden Globe Award in Siege umsetzen, gewann den britischen BAFTA Award und hat u. a. die British Independent Film Awards für die beste Regie, den besten Newcomer und den besten britischen Independentfilm erhalten.

Der Schutzpatron der Jugend und die Salesianer-Familie

Don Bosco war Priester und Seelsorger, Sozialarbeiter und Ordensgründer. In der italienischen Industriemetropole Turin begegnete er arbeitslosen und sozial entwurzelten Jugendlichen. Er holte sie von der Straße und nahm sie in seinem „Oratorium“, einem offenen Jugendzentrum, auf. Für die Erziehung von Kindern und Jugendlichen betrachtete er vier Elemente als wesentlich: Geborgenheit, Freizeit, Bildung und Glaube.

Don Bosco bildete Mitarbeiter aus und gründete vor 150 Jahren die „Gesellschaft des heiligen Franz von Sales“ – die heutige Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos. Am 31. Jänner 1888 starb Johannes Bosco. Er wurde am 1. April 1934 heilig gesprochen und wird weltweit als Schutzpatron der Jugend verehrt.

In 131 Ländern setzen sich heute rund 16.400 Salesianer Don Boscos im Sinne ihres Gründers für Kinder und Jugendliche am Rande der Gesellschaft ein: in Jugend- und Ausbildungszentren, Schulen, und Universitäten sowie in der Pfarrseelsorge.