Österreich: Bischöfe laden Jugendliche zum 20. Weltjugendtag ein

"Christus, die Erfüllung der menschlichen Sehnsucht"

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WIEN, 16. Juni 2005 (ZENIT.org).- Im Anschluss an ihre Sommervollversammlung, die vom 13. bis zum 15. Juni im berühmten Wallfahrtsort Mariazell stattgefunden hat, laden die österreichischen Bischöfe alle Jugendendlichen dazu ein, im August nach Köln zu fahren und am 20. Weltjugendtag teilzunehmen.



Das Großereignis von 11. bis 21. August biete die einmalige Gelegenheit, "in Austausch, Gebet und Gespräch die junge Weltkirche zu erleben", schreiben die Bischöfe in einer neu veröffentlichten Erklärung. Der absolute Höhepunkt des Weltjugendtags dieser Tage "wird die Messfeier mit Papst Benedikt XVI. am 21. August sein".

Christoph Kardinal Schönborn, Vorsitzender der österreichischen Bischofskonferenz und Erzbischof von Wien, und seine Mitbrüder im Hirtenamt erinnern in ihrem Schreiben an das Wort des Heiligen Vaters: "Die Kirche ist jung". Mit ihm sind sie davon überzeugt, "dass die Jugend nicht materialistisch und egoistisch ist, sondern das Große und Gute will. Die Sehnsucht vieler junger Menschen nach Wahrheit und Freiheit findet ihre Erfüllung in der Begegnung mit Christus. Das Motto des Weltjugendtags entspricht dieser Sehnsucht: 'Wir sind gekommen, um Ihn anzubeten'."

Die Bischöfe freuen sich über die mehr als 3.000 bereits eingegangenen Anmeldungen für den Weltjugendtag aus Österreich. Im Hinblick "auf die sprachliche und kulturelle Nähe zwischen dem österreichischen und dem rheinischen Katholizismus" gehen sie davon aus, "dass sich in den nächsten Wochen noch viele andere junge Leute aus Österreich zur Reise nach Köln entschließen werden" (Details unter: www.weltjugendtag.at).

Sehr positiv bewerten die Bischöfe die Vorbereitung auf Köln. Seit Beginn des Jahres treffen sich die Jugendlichen in 85 so genannten "K05"-Gruppen (Abkürzung für "Kernteam Köln 2005") im ganzen Land, um sich in Gespräch und Gebet intensiv auf den Weltjugendtag vorzubereiten und einzustimmen.

Engagement in Europa

In dankbarer Erinnerung an das Erlebnis der "Wallfahrt der Völker" nach Mariazell am 22. Mai 2004 bitten die Bischöfe die Katholiken, "zu einem immer stärkeren Miteinander in Europa beizutragen. Der christliche Beitrag ist entscheidend dafür, dass Europa noch mehr ein Ort des Friedens, der Freiheit und des Respekts vor der menschlichen Würde wird", betonen sie.

Begrüßung des neuen Bischofs und Gebet für Nachfolger in Linz

An der Vollversammlung der österreichischen Bischöfe hat zum ersten Mal der designierte Bischof von Feldkirch, Prälat Elmar Fischer, teilgenommen. Er wurde vom Vorsitzenden und allen Bischöfen herzlich willkommen geheißen. Dabei wurden Segenswünsche für seine Aufgabe und seine Diözese zum Ausdruck gebracht.

Zugleich dankten die Bischöfe dem bisherigen Linzer Diözesanbischof Maximilian Aichern, der nach der Annahme seines Rücktrittsgesuchs die Diözese als Apostolischer Administrator leitet. Die Bischöfe laden die Gläubigen zum Gebet um eine gute Nachfolgeregelung für die Diözese Linz ein.