Österreichische Bischöfe ermutigen zu Pilgerreisen ins Heilige Land

Herbst-Vollversammlung 2007 voraussichtlich in Nazareth

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WIEN, 21. Juni 2007 (ZENIT.org).- Als „Zeichen der Solidarität“ mit den Christen und allen Not leidenden Menschen im Heiligen Land werden die österreichischen Bischöfe ihre Herbst-Vollversammlung vom 4. bis zum 10. November voraussichtlich in Nazareth abhalten. Mit dieser „Premiere“ wartete der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn am Donnerstagvormittag auf. Der Vorsitzende der österreichischen Bischöfe stellte am Stephansplatz im ersten Wiener Gemeindebezirk die Ergebnisse der Sommer-Vollversammlung der 16 Hirten des Landes vor, die in den vergangenen Tagen in Mariazell getagt hatten



Nach Kardinal Schönborn sind mit der Verlegung der bischöflichen Beratungen in das Heilige Land drei Ziele verbunden: die Verstärkung des Kontakts mit den Christen in der Heimat Jesu, ein deutliches „Zeichen der Solidarität“ und die „Ermutigung an unsere Gläubigen, ins Heilige Land zu wallfahrten“.

In einer heute vorgelegten Erklärung rufen die österreichischen Bischöfe dazu auf, „um Frieden für alle im Land Jesu zu beten“. Darüber hinaus bekräftigen sie: „Die Abhaltung der Herbstvollversammlung im Heiligen Land ist auch Ausdruck der Solidarität mit den Christen des Landes, die sich in einer schwierigen Situation befinden. Die Präsenz lebendiger christlicher Gemeinden im Heiligen Land ist von großer Bedeutung für die ganze Christenheit. Wenn es im Heiligen Land nur mehr ‚museale Erinnerungsstücke‘ von der Geschichte Jesu und der Urkirche gäbe, wäre der christliche Glaube von seinen Wurzeln abgeschnitten.

Zugleich geht es den Bischöfen auch darum, die Gläubigen in Österreich zu ermutigen, ins Heilige Land zu pilgern. Die Existenz des Österreichischen Hospizes in der Altstadt von Jerusalem ist ein Zeichen dafür, wie sehr die österreichischen Katholiken immer mit dem Heiligen Land verbunden waren. Diese Verbundenheit soll auch heute zum Ausdruck kommen; das Heilige Land ist ja für die Christen gleichsam ein ‚fünftes Evangelium‘.“