Österreichische Kapuzinerprovinz gegründet

Sitz des Provinzialrats ist in Innsbruck

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INNSBRUCK, 12. Juni 2007 (ZENIT.org).- Die Kapuziner in Österreich haben ihre beiden Provinzen Nordtirol und Wien zur „Österreichischen Kapuzinerprovinz“ zusammengelegt, berichtete heute die Diözese Innsbruck. Das Kapuzinerkloster in der Tiroler Landeshauptstadt ist nun der Sitz des Provinzialats.



In Österreich leben und arbeiten aktuell 87 Kapuziner als Priester und Nichtpriester in allen Diözesen außer Sankt Pölten und Eisenstadt. Weltweit wirken rund 12.000 Kapuziner in über 100 Ländern.

Zum Provinzial der Österreichischen Kapuzinerprovinz hat die Generalleitung in Rom Br. Radoslaw Celewisz bestimmt. Der gebürtige Pole war Provinzial der Wiener Kapuzinerprovinz. Zu seinem Stellvertreter (Provinzvikar) wurde Br. Wolfgang M. Thienen, Guardian im Kloster Innsbruck, ernannt. Weitere Mitglieder des Provinzrates (Definitorium) sind Br. Lech Siebert (Guardian im Kloster Salzburg), Br. Erhard Mayerl (Guardian im Kloster Wiener Neustadt) und Br. Karl-Martin Gort (Guardian im Kloster Feldkirch).

Zum Patron der neuen Ordensprovinz haben die Brüder in einer internen Befragung den heiligen Laurentius von Brindisi erwählt. Der große Prediger, der am 22. Juli 1559 in Brindisi (Italien) zur Welt kam und am 22. Juli 1619 in Lissabon (Portugal) starb, gilt unter anderem als Begründer des Kapuzinerklosters in Wien. Der heilige Kirchenlehrer mit dem Beinamen „Doctor apostolicus“ wird als der Schutzpatron der Bibliothekare verehrt.

Mit einem Festgottesdienst am vergangenen Donnerstag fand das Gründungskapitel in der Kirche der Pallottiner am Mönchsberg in Salzburg seinen feierlichen Höhepunkt und Abschluss. Vertreter aus der Erzdiözese und der Stadt Salzburg, Brüder und Schwestern aus den franziskanischen Ordensgemeinschaften in Österreich, aus Polen, aus der nordwesteuropäischen Ordenskonferenz und der Kapuzinerprovinz in Madagaskar sowie Mitarbeiter und Freunde aus den verschiedenen Klöstern waren anwesend.