P. Christian Troll SJ erhält Friedenspreis des deutschen Islam-Archivs

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BERLIN, 13. November 2007 (ZENIT.org).- Das Zentralinstitut Islam-Archiv, das sich seit 1928 in Berlin der wissenschaftlichen Analyse des muslimischen Lebens in Deutschland widmet, hat Pater Christian Troll SJ, Professor an der Jesuitenhochschule Sankt Georgen in Frankfurt, gestern mit dem diesjährigen Friedenspreis des Islam-Archivs ausgezeichnet.



Das Zentralinstitut dankte Pater Troll für seine Beharrlichkeit im interreligiösen Dialog: Gerade in der gegenseitigen Kenntnis und der Treue gegenüber den eigenen Glaubensüberzeugungen zeige sich der Erfolg im Austausch beider Religionen, hieß es in der Begründung. Zugleich würdigte das Institut die wissenschaftliche Arbeit des Jesuitenpaters auf dem Gebiet des christlich-muslimischen Dialogs. Troll stehe beispielhaft für die Dialogbemühungen innerhalb der Kirche.

Noch vor seinem Eintritt in den Jesuitenorden im Jahr 1963 widmete sich Pater Troll der arabischen Sprache und Kultur, mit der er erstmalig 1961 bei einem zweijährigen Studienaufenthalt in Beirut in Kontakt gekommen war. Seine Kenntnisse vertiefte er in London, Pakistan und dem Iran. Als Hochschuldozent fungierte er in Neu Delhi, Birmingham und Ankara, von 1993 bis 1999 unterrichtete er zudem am Päpstlichen Orientalischen Institut in Rom. 2001 wurde der Jesuit zum Honorarprofessor an der Hochschule Sankt Georgen ernannt.

Während eines Vortrags in Wien hatte der Geistliche im vergangenen Jahr bekräftigt, dass der einzige „Wahrheitsanspruch“ des Christen darin bestehe, der „Wahrheit in Person“, also Jesus Christus zu folgen und ihm ähnlich zu werden, was wiederum bedeute, den anderen in Liebe zu begegnen und ihnen zu dienen.

Auf der Homepage www.antwortenanmuslime.com geht Pater Troll auf die Grundwahrheiten des christlichen Glaubens ebenso ausführlich ein wie auf die Überzeugungen der Muslime.