P. Federico Lombardi SJ: Das Herz der Ökumene ist das Gebet

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ROM, 21. Januar 2008 (ZENIT.org).- Ökumene ist vor allem Gebet. Das betonte der Leiter des vatikanischen Pressebüro in seinem Kommentar zum Motto der 100. Weltgebetswoche für die Einheit der Christen, die noch bis Freitag dauert.



Pater Federico Lombardi SJ analysierte das Thema „Betet ohne Unterlass“ in der letzten Ausgabe von „Octava dies“, der Wochensendung des Vatikanischen Fernsehsenders (CTV).

In den letzten 100 Jahren, so erklärte der Geistliche, „hat die ökumenische Bewegung einen langen Weg zurückgelegt, aber ihre innere Seele ist und bleibt immer das Gebet, weil die Einheit der Christen nur ein Geschenk Gottes sein kann. Deshalb werden wir dazu aufgefordert, mit Beständigkeit und Beharrlichkeit zu beten.“

Das Gebet verleihe den Christen „die Kraft zuzulassen, dass Gottes Wirken uns umgestaltet, dass er uns reinigt und uns seine Gnade schenkt, damit wir seinem Heilsplan gehorchen“. Das Gebet, so P. Lombardi, „wandelt unser Denken und hilft uns Christen, die anderen Geschwister als Kinder des einen Vaters zu sehen“. Außerdem erziehe und begleite das Gebet den Christen. „Es trägt uns die Wahrheit an und vermittelt sie uns: das Licht, das Leben, die Liebe, die Christus ist, der Erlöser der Menschheit.“

Die Gebetswoche im Januar einzuhalten, sei „zu einer gemeinsamen Praxis aller christlichen Konfessionen“ geworden, fügte der Pressesprecher des Vatikans hinzu. „Und sie ist von großer Bedeutung für die Versöhnung, Brüderlichkeit und Einheit unter den Christen. Sie ist die Umsetzung von Jesu Gebet: ‚dass alle eins seien’.“

Das Motto „Betet ohne Unterlass“ mache deutlich, „dass das Leben der christlichen Gemeinde wirklich erst durch das Gebetsleben wächst und gedeiht“; das Gebet  fördere die „geistige, moralische, soziale und kulturelle Entwicklung“ der Pfarrgemeinde und baue „Brücken der Liebe, des Friedens und der Hoffnung“.

Die sicherste Art und Weise, „die innere Einheit aller Gläubigen in Christus neu zu entdecken und neu zu schaffen“, sei die „tiefere und wahre Gemeinschaft mit Gott“.