P. José Rodriguez Carballo, neuer alter Generalminister des Franziskanerordens

Erster Höhepunkt auf dem Generalkapitel in Assisi

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ASSISI, 4. Juni 2009 (ZENIT.org).- Pater José Rodriguez Carballo OFM, 56, ist heute, Donnerstag, beim derzeit tagenden 187. Generalkapitel der Franziskaner in Assisi als Generalminister wiedergewählt worden.

Der Begriff „Minister" ist der Lehre und dem Beispiel Jesu entnommen. So hatte der heilige Franziskus in der „Regula non bullata" bekräftigt, dass die „Minister" und „Diener" immer die folgenden Worte Jesu vor Augen haben sollten: „Ich bin nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen", und dass sie immer daran denken sollten, dass ihnen die Sorge für die Seelen der Brüder anvertraut sei (NbReg IV). „Minister und Diener" sein heißt nach Franz von Assisi, sich demütig und voller Liebe in den Dienst der Brüder stellen.

Der 119. Nachfolger des heiligen Franiskus stammt aus der spanischen Provinz Santiago und hat bereits in den vergangenen sechs Jahren das Amt des weltweiten Oberen der Franziskaner bekleidet. In seine erste Amtszeit ist unter anderem die Errichtung der „Franziskanerprovinz Austria vom heiligen Leopold in Österreich und Südtirol" gefallen. Vor seiner ersten Ernennung hatte Pater Carballo als Professor für Biblische Theologie in Vigo und in Santiago de Compostela in Spanien unterrichtet.

Am Generalkapitel in Assisi, das noch bis zum 20. Juni dauern wird, nehmen 152 Delegierte aus der ganzen Welt teil. Sie vertreten die weltweit rund 15.000 Minderbrüder. Delegat des Papstes ist Kardinal José Saraiva Martins.

Papst Benedikt XVI. ermutigte die Franziskaner bei einem Empfang am 18. April in Castel Gandolfo, sich „im Geist des Evangeliums zu erneuern". Dann würden sie den Hirten der Kirche helfen, „ihr Antlitz als Braut Christi immer schöner zu machen" (vgl. Ansprache).