P. Lombardi analysiert die Ansprache Benedikts XVI. an die Vatikan-Botschafter

Die UNO sollte sich verstärkt für die Einhaltung und Durchsetzung der Menschenrechte einsetzen

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ROM, 14. Januar 2008 (Zenit.org).- Die UNO wäre eine großartige Organisation, wenn sie sich tatkräftig für die Umsetzung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte einsetzte. Das betonte P. Federico Lombardi SJ, Direktor des Pressebüros des Heiligen Stuhls, in der letzten Ausgabe der Wochensendung „Octava Dies“ des Vatikanischen Fernsehens. Im Mittelpunkt der Sendung stand die Ansprache, die Benedikt XVI. am 7. Januar beim traditionellen Neujahrsempfang für das Diplomatische Corps gehalten hatte.

Pater Lombardi hob eine zentrale Aussage des Papstes besonders hervor: dass die Hauptaufgabe der internationalen Gemeinschaft heute vor allem darin bestehe, den weltweiten Erwartungen auf Frieden und Gerechtigkeit zu entsprechen.

„Ein Klima von Frieden, Sicherheit und Stabilität sind für eine gerechte und nachhaltige Entwicklung unerlässlich“, erklärte der Jesuitenpater. Darüber hinaus sei es erforderlich, dass die entsprechenden Bemühungen eine feste Basis bekämen, „jene, die Bestand hat und zum Wesen der menschlichen Natur gehört: ihre Größe und Würde“.

Internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen könnten eine großartige Rolle spielen, „wenn sie sich wirklich dafür einsetzten, der Allgemeinen Menschenrechtserklärung zum Durchbruch zu verhelfen“, fügte Pater Lombardi hinzu.

Nach der Zustimmung zum Moratorium über die Todesstrafe sollte nun eine internationale Diskussion über den Schutz und die Heiligkeit des Lebens einsetzen, forderte der Pressesprecher des Heiligen Stuhls.

„Mit der Zusicherung, dass sich die Kirche an den gemeinsamen Anstrengungen beteiligen wird, schloss der Papst seine Ausführungen mit Worten, die für alle, die in der internationalen Politik und im Bereich der internationalen Beziehungen arbeiten, sehr inspirierend sind: Die Diplomatie ist in gewisser Weise die Kunst der Hoffnung. Sie lebt von der Hoffnung und versucht, selbst die geringsten Zeichen der Hoffnung zu erkennen. Die Diplomatie muss Hoffnung vermitteln.“

In seiner zweiten Enzyklika lade Benedikt XVI. alle Menschen ein zu hoffen. „Sogar die Diplomatie und die Politik finden in dieser Perspektive ihre edelste und höchste Bedeutung.“