P. Lombardi: Die Kirche ist bereit für Gespräche mit China

Kommentar zur Ansprache des Papstes anlässlich des Konzerts der chinesischen Philharmoniker im Vatikan

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ROM, 12. Mai 2008 (ZENIT.org).- Die Aufführung von „Mozarts Requiem“ durch chinesische Musiker am vergangenen Mittwoch (7. Mai) in der Audienzhalle Pauls VI. im Vatikan habe Benedikt XVI. Gelegenheit gegeben, neuerlich darauf hinzuweisen, dass die Kirche für Gespräche mit der Volksrepublik China offen sei. Das betonte der Pressesprecher des Vatikans, Jesuitenpater Federico Lombardi, in der letzten Ausgabe der Sendung „Octava Dies“, die vom Vatikanischen Fernsehzentrum (CTV) allwöchentlich ausgestrahlt wird.



Die Worte des Papstes hätten „die Offenheit der katholischen Kirche für den Dialog und ihren grenzenlosen Wunsch, einen geistlichen Dienst zu leisten“, deutlich gemacht, sagte der Leiter des Pressebüros des Heiligen Stuhls. Das Konzert der Pekinger Philharmoniker und des Shanghaier Opernchors unter der Leitung von Long Yu war ein Geschenk des kommunistischen Landes an den Papst gewesen.

Pater Lombardi erinnerte die Zuschauer daran, dass der Heilige Vater die Audienzhalle Pauls VI. in seiner Grußansprache nach dem Konzert als Fenster bezeichnet hatte, das sich zur Welt hin öffne, als „einen Ort, an dem Menschen aus aller Welt zusammenkommen, jeder mit seiner ganz persönlichen Geschichte und seiner Kultur“, und dass dort jede respektvoll und liebevoll willkommen geheißen werde.

In diesem Zusammenhang habe der Heilige Vater „die ganze chinesische Bevölkerung“ begrüßt, erklärte der Jesuitenpater. Er habe ihnen alles Gute für die Vorbereitungen der Olympischen Spiele gewünscht, ein Ereignis, das nach den Worten des Papstes „für die gesamte Menschheitsfamilie von großer Bedeutung“ sei. Und Pater Lombardi fügte hinzu: „Während wir uns auf den Gebetstag für die Kirche in China am 24. Mai vorbereiten, den der Papst in seinem berühmten Brief des vergangenen Jahres festgesetzt hat, blicken wir vertrauensvoll auf einen langen Weg des Dialoges zwischen der Kirche, dem chinesischen Volk und seinen Führern.“