P. Lombardis Erklärung zu Fragen bezüglich der täglichen Predigten von Papst Franziskus

Familiärer Charakter der Messe soll beibehalten werden

Rom, (ZENIT.org) | 505 klicks

Auf großes Interesse stoßen die kurzen Tagespredigten von Papst Franziskus in seinen täglichen hl. Messen im „Domus Sanctae Marthae“. Fragen gibt es auch zur Möglichkeit der Teilnahme an diesen Gottesdiensten und zum Volltext der Homilien.

P. Lombardi SJ, Direktor des Vatikanischen Pressebüros, hat einige dieser Fragen beantwortet.

Zunächst erklärte er, dass die täglichen Messen dem Willen des Hl. Vaters entsprechend gefeiert werden.

Es handelt sich um Messen, an denen kleine Gruppen von Gläubigen teilnehmen können (weniger als 50 Personen), deren „familiären“ Charakter der Papst beibehalten möchte. Aus diesem Grund solle es keine Video- oder Liveaufnahmen geben.

Die Predigten basierten nicht auf einem geschriebenen Text, sondern würden spontan auf Italienisch gehalten, einer Sprache, die der Papst sehr gut spreche, die aber nicht seine Muttersprache sei. Eine „vollständige“ Veröffentlichung würde eine Transkription und Korrektur verlangen und damit der Intention des Hl. Vaters widersprechen. Der Text müsste einer Approbation des Papstes unterzogen werden, was aber den Charakter des endgültigen Textes verändern würde.

Nach langer Überlegung wurde entschieden, dass die Predigten der Welt durch eine Zusammenfassung mit großen direkten Zitaten zur Verfügung gestellt werden würden. Dieser Aufgabe widme sich der „Osservatore Romano“. Radio Vatikan biete eine kurze Zusammenfassung, die auf einer Audioaufnahme von CTV basiere.

Es sei nötig festzuhalten, dass bei der Gesamtheit der Aktivitäten des Papstes die Unterschiedlichkeit zwischen verschiedenen Situationen und Zelebrationen und auch den verschiedenen Verbindlichkeiten seiner Äußerungen beibehalten werde. Bei einer öffentlichen Zelebration seien Live-Radio, Fernsehen und Druckmedien zugelassen; Predigten und Ansprachen würden als vollständige Texte veröffentlicht. Bei einer familiäreren privaten Zelebration werde der besondere Charakter der Situation gewahrt, wie es der Hl. Vater selber wünsche.