Pakistan: Christ nach Eintreten für den Glauben kaltblütig ermordet

Mörder in Untersuchungshaft

Rom, (ZENIT.org) | 1214 klicks

Der 45jährige Christ Roshan Masih ist in Lahore, der Hauptstadt der pakistanischen Provinz Punjab, nach einem Streit mit religiösem Hintergrund kaltblütig ermordet worden. Wie Beobachter dem Fidesdienst berichteten, kam es zu dem Vorfall bereits am vergangenen 16. Februar. Es handele sich dabei um einen kaltblütigen Mord, dessen Tatmotiv wahrscheinlich die angebliche „blasphemische“ Haltung des Christen Roshan bei seinem Streitgespräch gewesen sei, bei dem er den eigenen christlichen Glauben gegenüber dem Isalm verteidigt haben soll.

Roshan Masih hatte sich vom Hinduismus zum Christentum bekehrt. Er lebte nach seinem Religionswechsel seit 20 Jahren in Lahore. Einige Tage vor dem Mord war es zu einer Diskussion mit dem Muslim Sohail Akhtar gekommen. Dieser hatte danach den richtigen Moment abgewartet und war am 16. Februar mit einem Gewehr bewaffnet erschienen, um auf den vor dem Geschäft eines befreundeten Christen sitzenden Sadiq Masih zu schießen. Shadiq Masih wurde mit nur einem Schuss getötet.

Der Fall wurde der Nichtregierungsorganisation „Legal Evangelical Association Development“ (LEAD) gemeldet, die bei der Polizei eine offizielle Anzeige gegen Sohail Akhtar (First Information Report) wegen vorsätzlichen Mordes erstattete. Der Mörder wurde daraufhin festgenommen und befindet sich derzeit in Untersuchungshaft, während die entsprechenden Ermittlungen auf den Weg gebracht wurden.

„Es handelt sich um eine Tragödie: ein Unschuldiger wurde nach einem banalen Streit ermordet, weil er für seinen eigenen Glauben eingetreten war. Diese Episode ist beispielhaft für die Umstände, unter denen Christen in Pakistan leben. Die Behörden sollten die grundlegenden Rechte christlicher Minderheiten garantieren“, so der Anwalt Sardar Mushtaq Gill von der Legal Evangelical Association Development zum Fidesdienst. LEAD setzt sich für den Schutz religiöser Minderheiten in Pakistan ein.