Pakistan: Ein Jahr nach der Papstwahl

Mission "in Begleitung von Papst Franziskus"

Rom, (Fides) | 356 klicks

Die Mission in Quetta in der Region Belutschistan, einem unwegsamen Gebiet, in dem zahlreiche Taliban-Gruppen ihre Verstecke haben, findet „in Begleitung von Papst Franziskus statt.“ Dies betont P. Renald Lawrence, von den Oblaten von der Makellosen Jungfrau Maria (OMI). „Die ermutigenden Worte des Papstes: ‚Geht hinaus, habt keine Angst und dient den Mitmenschen‘ haben uns tief berührt. Wir engagieren uns mit großer Begeisterung in dieser Region und verwirklichen dabei die Mission des Papstes durch das Zeugnis Christi“, so der Ordensmann. „Papst Franziskus ist ein Mann Gottes, denn er will Christus in die Welt bringen. Als Missionare in diesem Grenzgebiet und Arbeiter im Weinberg Gottes teilen wir mit ihm unter oft schwierigen Bedingungen die Mission, Christus in diesen Teil der Welt zu bringen.“

„Papst Franziskus hat sich als wahre Brücke zwischen Gott und dem Volk, zwischen der Kirche und den heutigen Menschen erwiesen“, so P. Lawrence, der vor allem von der ersten Enzyklika „Lumen fidei“ beeindruckt war, die Papst Franziskus zusammen mit Papst Benedikt schrieb. Die Enzyklika, so der Missionar, „lädt uns ein, das Licht des Glaubens in unserem Leben und in unserem Land leuchten zu lassen. Sie lehrt uns, dass Glaube nicht arrogant ist, sondern die zwischenmenschlichen Beziehungen stärkt und sich in den Dienst von Gerechtigkeit und Frieden stellt.“

In Pakistan begrüße man die Gesten des Papstes, bekräftigt unterdessen auch ein katholischer Geistlicher aus der Diözese Labore, vor allem auch die „Reform der Kurie auf der Grundlage von Einfachheit und Transparenz.“ Papst Franziskus beeindrucke auch durch seine eigene Einfachheit und die Konzentration auf das Wesentliche. Pfarrer Bernard betont: „Seine Entscheidung, nicht in die Papstgemächer einzuziehen, ist beispielhaft.“ Der Sekretär der Bibelkommission der pakistanischen Bischöfe, Pfarrer Emmanuel Asi, betont: „Die Wahl von Papst Franziskus war eine gute Nachricht für die ganze Weltkirche.“ Wie Pfarrer Asi betont, wird die Kommission das Apostlische Schreiben „Evangelii Gaudium“ in Hurdu übersetzen lassen, „damit der Text auch für einfache Gläubige zugänglich wird.“ Pfarrer Bonnie Mendes aus Faisalabad ist vor allem von der Geste des Papstes der Fußwaschung im Gefängnis beeindruckt: „Dies hat ihm die Hochachtung vieler Menschen aus verschiedenen Religionen eingebracht.“ Und P. Francis Nadeem OFM Cap., der den interreligiösen Rat in Lahore leitet, bekräftigt, dass auch Muslime Papst Franziskus sehr schätzen und ihn mit Papst Johannes Paul II. vergleichen, der Pakistan 1981 besuchte; er wünscht sich einen Besuch des Papstes in Pakistan „im Zeichen der Konsolidierung des religiösen Dialogs.“ (PA-IB)

(Quelle: Fides 12/3/2014)