Pakistan: Freilassung eines Christen nach sechs Jahren Haft wegen angeblicher Blasphemie

Vater von drei Kindern wird an sicheren Ort gebracht

Rom, (ZENIT.org) | 482 klicks

Der in Pakistan zum Tode verurteilte Christ Younis Masih ist am 3. April auf Anordnung des Hohen Gerichtshofs in Lahore freigelassen worden, wie die christliche Menschenrechtsorganisation CLAAS (Lahore) bekannt gegeben hat. Der Vater von drei Kindern war am 30. Mai 2007 wegen angeblicher Blasphemie zum Tode verurteilt worden.

Ihm war von einem Iman vorgeworfen worden, sich am 9. September 2005 gegenüber Teilnehmern einer religiösen Feier beleidigend über den islamischen Propheten Mohammed geäußert zu haben. Masih hatte dieses stets bestritten. Nach Angaben seiner Ehefrau hatte er lediglich gegen Mitternacht die Teilnehmer einer Feier gebeten, ein weniger leiser zu singen, da er um seinen verstorbenen Neffen trauere.

Daraufhin sei der Christ tätlich angegriffen und am nächsten Tag wegen Blasphemie angezeigt worden. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea hatten Masih im September 2007 zum „Gefangenen des Monats“ ernannt und zu seiner Unterstützung aufgerufen.

Nach einem Bericht von Idea dankte die Menschenrechtsorganisation CLAAS allen, die für den Inhaftierten gebetet hätten: „Der Herr hat auf unsere Gebete nach sieben Jahren geantwortet. Gott sah das Leiden von Younis Masih im Gefängnis. Er sah den Kummer der Ehefrau und der Kinder von Younis und erhörte unsere anhaltenden Gebete.“

Der Freigelassene wird nunmehr an einen sicheren Ort gebracht.