Pakistan: Freispruch im Fall der vierzehnjährigen, geistig behinderten Rimsha Masih

Bhatti: Signal der Gerechtigkeit an die internationale Gemeinschaft

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ROM, 20. November 2012 (ZENIT.org). – Wie Akmal Bhatti, der Rechtsanwalt der vierzehnjährigen Rimsha Masih, laut der italienischen Zeitung „la Repubblica" heute erklärt hat, ist das geistig behinderte christliche Mädchen nunmehr vom Vorwurf der Blasphemie freigesprochen worden. Rimsha war von einem Iman der Blasphemie beschuldigt worden; sie habe Koranseiten verbrannt. Der Fall hatte in der ganzen Welt Aufmerksamkeit erregt und zu zahlreichen Protesten gegen ihre Inhaftierung geführt.

Gegen die Zahlung einer Kaution war Rimsha im September nach drei Wochen Inhaftierung in einer Jugendstrafanstalt freigelassen worden (ZENIT berichtete).

Seit ihrer Freilassung hält sie sich mit ihrer Familie aus Angst vor Übergriffen an einem geheimen Ort auf.

Paul Bhatti, der einzige christliche Minister in der pakistanischen Regierung, wertete den Freispruch als ein positives Zeichen für Gerechtigkeit und Toleranz: „Dieses Urteil zeigt der internationalen Gemeinschaft ein positives Bild von Pakistan, indem es signalisiert, dass Gerechtigkeit für alle gilt und dass das Land Toleranz anstrebt.“ [jb]