Pakistan: Kirche solidarisiert sich mit rund drei Millionen Vertriebenen
Landesweite Demonstrationen am kommenden Wochenende
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LAHORE/MÜNCHEN, 8. Juni 2009 (ZENIT.org/KIN).- Christen in Pakistan haben für das kommende Wochenende zur Teilnahme an den landesweiten Demonstrationen für die über drei Millionen Flüchtlinge im Land aufgerufen.
Erzbischof Saldanha wies darauf hin, dass die katholische und evangelische Kirche in Pakistan bereits Ende Mai alle Religionsgemeinschaften zu einem gemeinsamen Gebets- und Fasttag für die Flüchtlinge und den Frieden in Pakistan aufgerufen hätten. Diese Aktion der christlichen Minderheit sei auch von Muslimen sehr positiv aufgenommen worden.
Die Situation in der südpakistanischen Stadt Lahore ist nach Aussage von Erzbischof Saldanha seit dem schweren Terroranschlag vom 27. Mai sehr angespannt. Bei dem Selbstmordattentat auf eine Polizeistation waren nach deutschen Medienberichten 24 Menschen getötet worden, Erzbischof Saldanha sprach gegenüber „Kirche in Not" dagegen von über 100 Toten.
Die Wucht der Bombenexplosion sei so groß gewesen, dass sie auch die 200 Meter von der Polizeistation entfernte Kathedrale von Lahore beschädigt habe. Drei große Glasfenster der Kathedrale seien zu Bruch gegangen, mehrere Türen und Fensterläden des angrenzenden Bischofshauses beschädigt worden. Dennoch habe man bereits drei Tage nach dem Anschlag in der Kathedrale wieder eine Gebetsstunde für die Opfer abgehalten. Damit habe man so nahe am Ort des Terrors eine „Botschaft der Hoffnung und des Trostes" ins Land senden können.
Ein Interview mit Erzischof Saldanha über das große Problem der Zwangsbekehrungen in Pakistan findet sich im ZENIT-Archiv.


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