Pakistan: Übergriffe gegen Christen häufen sich

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LAHORE, 8. Oktober 2007 (ZENIT.org).-Zahlreiche Vertreter der christlichen Kirchen in Pakistan haben die Regierung zusammen mit Repräsentanten von Bürgerverbänden aus dem ganzen Land aufgefordert, die Religions- und Meinungsfreiheit zu schützen und die Kultur der Demokratie und der Menschenrechte zu fördern. Außerdem halten sie Reformen im Bereich der Gesetzgebung, des Sozialbereichs und der Politik für dringend erforderlich.



Der Appell an die pakistanische Staatsführung ist die Frucht eines Seminars, das die „Bischöfliche Kommission für Gerechtigkeit und Frieden“ in Rawalpindi unter dem Motto „Herausforderungen und Verantwortlichkeit“ vom 2. und 3. Oktober organisiert hatte, berichtete der Nachrichtendienst „Fides“ der Kongregation für die Evangelisierung der Völker.

Die Demokratie in Pakistan wird gegenwärtig von fundamentalistischen Gruppierungen bedroht; immer wieder kommt es zu Menschenrechtsverstößen. Unter diesen Umständen leiden vor allem die religiösen Minderheiten, darunter auch die christlichen Gemeinden.

Insbesondere im Nordwesten Pakistans sehen sich die Gläubigen immer wieder gewalttätigen Übergriffen ausgesetzt und befinden sich mitunter in Lebensgefahr. Die bischöfliche Kommission für Gerechtigkeit und Frieden sammelte vor diesem Hintergrund Berichte und Hilferufe der betroffenen Gläubigen.

In Pakistan leben 167 Millionen Menschen. Der Anteil der Christen beträgt lediglich 1,5 Prozent.