Pakistan: Vereint im Heiligen Geist trotz Verschiedenheiten

Pfingsten im Zeichen der Ökumene

Rom, (ZENIT.org) | 279 klicks

Mit einer ökumenischen Gebetsvigil hatten in Lahore (Punjab) die Pfingstfeiern der verschiedenen christlichen Glaubensgemeinschaften begonnen. An der vom „Ausschuss für die ökumenische Einheit“ veranstalteten Vigil nahmen hunderte Gläubige und hohe Vertreter der vier größten christlichen Glaubensgemeinschaften in Pakistan teil: der Apostolische Administrator von Lahore, Bischof Sebastian F. Shaw (katholische Kirche), die Bischöfe Samuel Robert Azaria und Irfan Jamil von der „Church of Pakistan“ und von der Anglikanischen Glaubensgemeinschaft Rev. Samat Masih (Heilsarmee) und Rev. Arif M. Siraj (Presbyterianer).

„Der Glaube der ersten Christen gründete auf ihrer persönlichen Erfahrung: Sie hatten den Herrn gesehen, gehört und berührt und sie legten davon unter den Gläubigen Zeugnis ab“, so Bischof Irfan Jamil gegenüber dem Fidesdienst. „Wir brauchen heute wieder die Brüderlichkeit der Urkirche, die auf dem Glauben basiert“. Der Bischof erinnerte dabei auch an die Pflicht der Glaubensverkündigung: „Christus ist auferstanden und wir sollen seine Zeugen sein“.

Bischof Sebastian Shaw OFM hatte zu ökumenischen Initiativen ermutigt und daran erinnert, dass die Solidarität unter Christen vor allem in Zeiten der Not sichtbar werde und im Rahmen von Programmen, die die „gegenseitige Annäherung“ förderten.

Rev. Arif Siarj erinnerte an die „Dringlichkeit und Schönheit der Einheit, die ein Geschenk des Heiligen Geistes ist.“

„In einem islamischen Land wie Pakistan sind wir alle berufen, Zeugen Christi zu sein“, hatte Bischof Samuel Robert Azaria betont.

Insgesamt sind drei Prozent der 180 Millionen Einwohner Pakistans Christen.