Palästinenserpräsident Mahmud Abbas lädt Papst Benedikt ins Heilige Land ein

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ROM, 5. Dezember 2005 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. wurde am Samstag von Mahmud Abbas, dem Präsidenten der palästinensischen Autonomiegebiete, zu einem Besuch ins Heilige Land eingeladen.



Der Heilige Vater werde \"in Jerusalem und an allen heiligen Stätten herzlich willkommen geheißen\" werden, betonte der 70-jährige Vorsitzende der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) während seiner ersten Begegnung mit dem Nachfolger des Apostels Petrus im Vatikan. Anschließend erklärte er gegenüber Medienvertretern, Benedikt XVI. habe auf seine Einladung \"positiv geantwortet\", allerdings kein konkretes Datum genannt.

Während der 20-minütigen Unterredung erörterten die beiden Staatsmänner die Lage im Mittleren Osten. \"Vor allem hat man hervorgehoben, dass alle Teile des palästinensischen Volkes in den Friedensprozess eingebunden werden müssen\", informierte Joaquín Navarro-Valls, der Pressesprecher des Heiligen Stuhls, nach dem Treffen. \"Man hat auch über die Schwierigkeiten der Katholiken in Palästina gesprochen sowie über den Beitrag, den sie für die palästinensische Gesellschaft leisten.\" Nach der Begegnung mit Benedikt XVI. traf Palästinenserführer Mahmud Abbas mit Kardinal-Staatssekretär Angelo Sodano zusammen.

Im vergangenen Monat November wurde der Heilige Vater von Israels Staatspräsident Moshe Katzav zu einem offiziellen Israel-Besuch eingeladen. Der israelische Premierminister Ariel Sharon hatte den Bischof von Rom bereits am 8. Juli schriftlich zu einer Reise nach Israel ermutigt. \"Ich besitze bereits eine Liste von Ländern, die ich besuchen muss, aber Israel hat Vorrang\", soll Benedikt XVI. damals geantwortet haben.