Papst: Abtreibung löst nie Probleme - sondern tötet ein Kind

Ansprache an Päpstliche Akademie für das Leben

Rom, (ZENIT.org) Jan Bentz | 695 klicks

ROM, 1. März 2011 (ZENIT.org).- Abtreibung ist nie eine Lösung. Dies wiederholte der Papst in seiner Rede an die Päpstliche Akademie für das Leben. Zum Abschluss des Seminars, auf dem auch über das  Postabtreibungssyndrom debattiert wurde, betonte der Papst: "Ganz besonders die Ärzte dürfen sich nicht der zentralen Aufgabe der Verteidigung des Gewissens vieler Frauen entziehen, die an eine Abtreibung als eine Lösung aus einer schwierigen Situation denken, sei diese familiär, wirtschaftlich, sozial oder wegen der Gesundheit des Kindes".

Frauen, die freiwillig eine Abtreibung vornehmen ließen, erführen oft großes psychisches Leid, so der Papst. Hier rege sich die Stimme des moralischen Gewissens, betonte er, denn es sei ein großer Schaden, der jedes Mal verursacht werde, wenn eine menschliche Handlung die innere Berufung zum Wirken für das menschliche Wohlergehen derart verrate, wie es bei der Abtreibung der Fall sei.

In dem kulturellen Kontext, der von der Zerstörung des Sinnes des Lebens gekennzeichnet sei, brauche man Ärzte, die erklären, dass mit der Abtreibung nichts gelöst, sondern ein Kind getötet, eine Frau zerstört und das Gewissen eines Vaters belastet werde. Häufig blieben nach einer Abtreibung zerrüttete Familien zurück.

Ein weiteres Thema des Seminares waren die wichtigen Blutkonservenbanken von Nabelschnurblut. Die Stammzellenforschung solle gefördert werden, betonte der Papst. "Es handelt sich um eine wichtige klinische Anwendung und auf wissenschaftlichem Niveau vielversprechenden Forschung, aber zur Durchführung hängt viel von der Großzügigkeit der Nabelschnurblutspende im Moment der Entbindung und der Anpassung der Strukturen ab, um die freiwillige Blutspende der Entbindenden zu fördern. Ich lade euch alle dazu ein, Förderer einer wahren, humanen und christlichen gewissenhaften Solidarität zu sein".

Dabei wies der Papst besonders auf den blühenden privaten Handel mit Nabelschnurblut hin, den er für bedenklich erklärte.