Papst beantwortet Brief eines argentinischen Musikers im Gefängnis

Der Heilige Vater: Alles geht vorbei. Sei stark und bete für mich

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 421 klicks

Der wegen eines Brandes in einer Diskothek für sieben Jahre verurteilte argentinische Musiker Patricio (Pato) Santos Fontanet, Bandleader von „Quase Justiça Social“, schrieb Papst Franziskus im Juni einen Brief aus dem Gefängnis. Bei dem Brand handelt es sich um die Tragödie von Cromaňon, einer Diskothek in Buenos Aires, bei der 194 Menschen aufgrund mangelnder Notausgänge ums Leben kamen.

Den Text des Briefes veröffentlichte eine Tageszeitung von Buenos Aires, „El Clarin“, die die bewegte Lebensgefährtin des Musikers interviewte. Sie sagte, die Worte des Papstes hätten die Herzen aller gefüllt und würden ihr die Kraft geben, für die Wahrheit zu kämpfen. Sie habe Pato den Brief am Telefon vorgelesen, der sich sehr überrascht gezeigt habe, da er niemals mit einer Antwort gerechnet habe. Der Musiker befindet sich in der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie des Gefängnisses von Ezeiza in der Provinz von Buenos Aires, wo er gegen Depressionen behandelt wird.

Im ersten Teil des Briefes lässt der Heilige Vater den Musiker wissen, dass er ihm und seiner Band trotz der Entfernung nahe stehe und darauf höre, was seine Stimme sage. Er wünsche, er könne ihm näher sein, um ihn besser begleiten zu können. Er, der Papst, gebe dem Sänger keine Ratschläge, denn er sei sich sicher, dass er ein Mann sei, der wisse, was er wie zu tun habe. Man würde entmutigende Zeiten durchleben, jedoch solle er sich nicht fürchten, alles gehe vorbei, und er solle stark sein.

Papst Franziskus endet seinen Brief mit den Worten: „Wenn Du frei sein wirst, zähle auf mich bei allem, wobei ich Dir helfen kann. Und wenn Du kannst, bitte ich Dich, für mich zu beten. Eine feste Umarmung. Jorge (Franziskus)“.