Papst beendet geistliche Exerzitien

Dankbrief an Kardinal Monsengwo Pasinya

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ROM, 5. März 2012 (ZENIT.org). – Zum Abschluss der geistlichen Exerzitien der Kurie hat Papst Benedikt XVI. dem diesjährigen Exerzitienmeister Kardinal Laurent Monsengwo Pasinya seinen tief empfundenen Dank für seinen Dienst in den vergangenen Tagen ausgedrückt. Der Papst dankte dem kongolesischen Kardinal vor allem für die Erzählungen aus seiner afrikanischen Heimat.

Der Vatikan veröffentlichte am Samstag den Dankesbrief, in dem der Papst betonte, die Quelle wahrer Freude für ihn sei die Möglichkeit gewesen, durch ihn das Zeugnis der Kirche in Afrika erlebt zu haben, einer Kirche, die glaube, hoffe und liebe. Das geistliche Erbe der Kirche in Afrika sei besonders unter Gesichtspunkt des Erfolges der Neuevangelisierung von Bedeutung.

Am Sonntag hatte Papst Benedikt mit dem Besuch der römischen Pfarrei  San Giovanni Battista de La Salle seine Amtsgeschäfte wieder aufgenommen. Traditionell besucht der Papst während der Fastenzeit eine römische Pfarrei. Eine Gruppe jugendlicher Fußballer überreichte ihm bei dieser Gelegenheit ein Trikot, Kinder übergaben ein Buch voller selbstgemalter Bilder für dieses Ereignis.

Der Papst dankte in seiner Predigt für die herzliche und familiäre Atmosphäre. „Wir sind wirklich die Familie Gottes und sie sehen in mir eine Vaterfigur“, so der Papst. „Wir müssen aber daran denken, dass das Treffen nicht bei mir endet, sondern bei Jesus.“

Der Glaube und der Gehorsam Abrahams seien mit seinem vollkommenen Vertrauen auf Gott Vorbild für alle: „Gott will nicht den Tod, sondern das Leben.“

Benedikt XVI. würdigte auch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und ermutigte, diesen Weg weiter zu verfolgen und so in einer authentischen Gemeinschaft das „wir“ der Kirche, der Familie Gottes, zu bezeugen.

Der Papst forderte dazu auf, den religiösen Analphabetismus zu überwinden, der heute eine große Gefahr darstelle. Das ausgerufene Jahr des Glaubens biete auch für diese Pfarrei die Chance, in Katechesen die Erfahrung der großartigen Wahrheit des christlichen Glaubens zu machen.[jb]