Papst beendete Marienmonat an der Lourdes-Grotte in den Vatikanischen Gärten

Madonna der schnellen Hilfe

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 340 klicks

Am Samstagabend beendete Papst Franziskus mit einer traditionellen Andacht vor der Lourdes-Grotte in den Vatikanischen Gärten – die dem französischen Original nachgebildet ist – den Marienmonat Mai. Papst Franziskus sagte, das Gebet zur Mutter Gottes schenke in jeder Lebenssituation einem Christen Kraft. Er nannte sie die „Madonna der schnellen Hilfe“, da sie sofort komme, um zu helfen, und ermutigte die Gläubigen, sich ihr mit der Gewissheit anzuvertrauen, dass sie erhört werden. Zuvor hatte der Erzpriester des Petersdoms, Kardinal Angelo Comastri, eine Prozession von der Kirche Santo Stefano zur Mariengrotte geführt, an der auch von Papst Franziskus eingeladene Kranke, Alte und Behinderte teilnahmen. Im Anschluss an die Andacht ergriff der Papst das Wort und sagte:

„Wir haben zur Madonna gebetet, wir haben die vielen Titel gesungen, die sie hat. Heute, am Ende des Marienmonats – das Fest an dem wir uns an den Besuch erinnern, den sie Elisabeth abgestattet hat – sagt uns das Evangelium, dass sie nach der Verkündigung des Engels schnell und ohne Zeit zu verlieren losgegangen ist, um zu dienen. Sie ist die Jungfrau der schnellen Hilfe, die Madonna der schnellen Hilfe.“

Papst Franziskus sagte, die Nähe der Jungfrau zu ihren Kindern ermutige die Gläubigen in ihrem Glauben. „Sie ist sofort bereit uns zu helfen, wenn wir sie darum bitten, wenn wir sie um ihre Hilfe bitten, um ihren Schutz. In den vielen Momenten im Leben, in denen wir ihre Hilfe brauchen, ihren Schutz, erinnern wir uns daran, dass sie nicht auf sich warten lässt: Sie ist die Madonna der schnellen Hilfe, sie kommt sofort, um zu dienen.“

Bevor Papst Franziskus zum Abschluss des Mariengebetes die Anwesenden begrüßte und mit ihnen einige Worte wechselte, sprach Kardinal Angelo Comastri ein Gebet an Maria, das Papst Franziskus geschrieben hat: „Jungfrau und Mutter Maria, du, die du vom Geist bewegt das Wort des Lebens in die Tiefe deines demütigen Glaubens aufgenommen hast, dem Ewigen vollkommen hingegeben, hilf uns, in der Not ‚Ja‘ zu sagen, gebieterischer als je zuvor die Frohe Botschaft Jesu erklingen zu lassen. Gib uns eine neue Leidenschaft der Wiederauferstandenen, um allen das Evangelium des Lebens zu überbringen, das über den Tod siegt. Gib uns den heiligen Mut, neue Wege zu gehen, damit alle das Geschenk der Schönheit erhalten, das nie erlöscht. Stern der neuen Evangelisierung, hilf uns, im Zeugnis der Kommunion zu erstrahlen, im Dienst des glühenden und großzügigen Glaubens, der Gerechtigkeit und der Liebe gegenüber den Armen, dass die Freude des Evangeliums bis an die Grenzen der Erde gelange und kein Randgebiet auf ihr Licht verzichten muss. Mutter des lebenden Evangeliums, Quelle der Freude der Kleinen, bitte für uns. Amen. Halleluja.“