Papst Bendikt XVI. heisst 262 Synodenväter in Rom willkommen

Erster Tag der XIII. Bischofssynode für die Neue Evangelisierung und Weitergabe des christlichen Glaubens

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VATIKANSTADT, 8. Oktober 2012 (ZENIT.org). – Heute eröffnete Papst Benedikt XVI. im Konferenzsaal in der Halle Pauls VI. im Vatikan die erste Sitzung der XIII. Bischofssynode zum Thema: „Neue Evangelisierung für die Weitergabe des christlichen Glaubens“. 253 der 262 Synodenväter waren für die Begrüßungsworte des Heiligen Vaters und die Vorstellung der Arbeiten von Erzbischof Nikola Eterovic erschienen.

Der Heilige Vater hieß in seiner herzlichen Begrüßungsansprache, in der er über das Glaubenszeugnis referierte, alle Anwesenden willkommen. Besonders ging er auf den Psalm des Morgengebetes ein, indem er über die „caritas“ als den Stützpfeiler des Glaubenszeugnisses sprach.

Nach einem lang anhaltenden Applaus für den Papst richtete der Kardinalerzbischof von Hong Kong, John Tong, über die Situation der Kirche in China. Er hob die drei Eigenschaften der Kirche als Gemeinschaft hervor, die „didache“, „koinonia“ und die „diakonia“, und berichtete, wie diese drei Eigenschaften in seiner Heimatkirche in Macao, Hong Kong und dem chinesischen Festland ihre Umsetzung finden. Das chinesische Wort für „Krise“ bestehe aus zwei Elementen „Gefahr“ und „Chance“ und sei somit genau auf unsere Zeit anzuwenden.

Erzbischof Nicola Eterovic fasste in seiner lateinischen Ansprache die Entstehung dieser Synode zusammen und erklärte, dass von den weiteren Themen („Die Pfarrgemeinschaft als die Gemeinschaft der Gemeinschaften“ und „Die Anthropologischen Herausforderungen unserer Zeit“) das Thema der Neuevangelisierung die meiste Zustimmung beim Heiligen Vater gefunden habe, der am kommenden Donnerstag im Zusammenhang mit der Synode auch das „Jahr des Glaubens“ ausrufen wird. Weiterhin sei die Neuevangelisierung nicht von der Glaubensweitergabe zu trennen. Vor dem Jahr des Glaubens und dieser Synode wurde am 21. September 2010 mit einem Motu Proprio „Ubicumque et semper“ der Päpstliche Rat für die Neuevangelisierung gegründet.

Nach einer kurzen Pause ergriff Kardinal William Wuerl von Washington das Wort und erläuterte in seiner lateinischen Ansprache den eigentlichen Inhalt dessen, was bei der Neuevangelisierung verbreitet werden müsse, nämlich das Wort Gottes. Weiterhin, welches die Elemente der Neuevangelisierung seien und was wir uns von einer neuen Evangelisierung überhaupt versprechen könnten. Er zitierte in diesem Zusammenhang unter anderem die Enzyklika Pauls VI. „Evangelii nuntiandi“ als einen unter vielen Versuchen aus der Vergangenheit, der Neuevangelisierung eine größere Aufmerksamkeit zu widmen. Beispiele der Neuevangelisierung „erwuchsen aus der Familie Gottes selber; große Beispiele seien der hl. Maximilian Kolbe, die sel. Teresia von Kalkutta und der sel. Michael Pro zusammen mit allen anderen Märtyrern, die in Litauen und Mexiko ihr Blut vergossen“. [jb]