Papst Benedikt bedankt sich beim scheidenden Direktor des „Osservatore Romano“

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ROM, 2. Oktober 2007 (ZENIT.org).- In einem Brief, der heute vom Heiligen Stuhl veröffentlicht wurde, dankt Papst Benedikt XVI. Professor Mario Agnes, dem scheidenden Direktor des „Osservatore Romano“, für die Arbeit der vergangenen 23 Jahre. Der Heilige Vater ernennt Mario Agnes in dem Schreiben zum „Gentiluomo di Sua Santità“ und nimmt ihn damit in die Päpstliche Familie auf.



Mario Agnes hat die halb-offizielle Tageszeitung des Vatikans seit 1984 geleitet. Sein Erbe wird Giovanni Maria Vian am 27. Oktober antreten, nach der Pastoralreise des Heiligen Vaters nach Neapel, die für den 21. Oktober vorgesehen ist.

Vian, geboren 1952, ist ordentlicher Professor für patristische Philologie an der Universität Rom „La Sapienza“ und Lehrbeauftragter für „Geschichte der christlichen Traditionen und der christlichen Identität“ an der Universität „Vita-Salute San Raffaele“ in Mailand. Aus der Feder des Mitglieds des Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaften kommen zahlreiche Beiträge in der Tageszeitung „Avvenire“ der italienischen Bischofskonferenz.

Benedikt XVI. hebt in seinem Schreiben den „glaubwürdigen christlichen Einsatz, die Liebe zur Kirche und die beispielhafte Treue zum Lehramt“ hervor, die Mario Agnes stets bewiesen und die immer sein Glaubenszeugnis im Alltag begleitet hätten. Die Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils und deren Übersetzung ins konkrete Leben, die Aufmerksamkeit gegenüber der Wirklichkeit des Menschen und die Achtung seiner Würde, die Verteidigung des menschlichen Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod – all diese Themen seien im Zentrum der Arbeit und des Lebens des scheidenden Direktors gestanden.

Papst Benedikt erinnert in der Botschaft auch daran, dass Agnes stets ein besonderes Interesse für die schriftliche Verbreitung der christlichen Botschaft gehabt habe. Als Präsident der katholischen Aktion habe er sich vormals dafür eingesetzt, „die Präsenz der katholischen Laien auf dem Marktplatz der Massenmedien durchschlagskräftiger zu machen“. Und als Präsident der Verlagsgruppe „Avvenire“ habe sich Agnes bei der Behandlung der verschiedenen Themen des kirchlichen, kulturellen und politischen Lebens in Italien durch seine besondere Tatkraft hervorgetan.