Papst Benedikt besucht im Herbst die römische Synagoge

23 Jahre nach dem historischen Besuch von Papst Johannes Paul II.

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ROM, 17. September 2009 (ZENIT.org).- Benedikt XVI. wird im kommenden Herbst die Synagoge von Rom besuchen und sieht diesem historischen Moment mit Freude entgegen. Der Papst selbst kündigte seinen Besuchin einem Telegramm an, das er dem römischen Oberrabbiner Riccardo Di Segni anlässlich der jüdischen Feste zum Jahresbeginn Yom-Kippur und Sukkot hat zukommen lassen.



In der von der jüdischen Gemeinde bekannt gegebenen Botschaft bringt Benedikt XVI. die herzlichsten Glückwünsche zu den beiden Festen zum Ausdruck und äußert die Hoffnung, dass sie zu gemeinsamer heiliger Freude Anlass gäben. Der Bischof von Rom bittet um Gottes reichen Segen für alle Juden als ständige Ermunterung für ein größeres Engagement zur Förderung der Gerechtigkeit, der Eintracht und des Friedens.

In Erwartung des Besuchs erneuere er dem Oberrabbiner seine herzliche Freundschaft, heißt es in dem Brief. Gleichzeitig sei er vom lebhaften Wunsch beseelt, der jüdischen Gemeinde von Rom seine persönliche Nähe und die Nähe der ganzen katholischen Kirche zum Ausdruck zu bringen.

Seinerseits dankte der Oberrabbiner von Rom dem Papst für eine so bedeutsame und wichtige Botschaft. Die römische Synagoge wird nach der Synagoge in Köln (vgl. Ansprache Benedikts XVI. 2005) und der Synagoge von Park East in New York (vgl. Ansprache Benedikts XVI. 2008) das dritte jüdische Gotteshaus sein, das Benedikt XVI. betritt.

Sofort nach seiner Wahl auf den Stuhl Petri im April 2005 hatte Benedikt XVI. gegenüber Riccardo Di Segni seinen Willen zum Ausdruck gebracht, auf die Hilfe Gottes zu vertrauen, „um mit den Söhnen und Töchtern des jüdischen Volkes den Dialog fortzusetzen und die Zusammenarbeit zu stärken".

Der Besuch Benedikts XVI. wird 23 Jahre nach dem historischen Besuch Papst Johannes Pauls II. stattfinden (13. April 1986). Der damalige Oberrabiner war Professor Elio Toaff.