Papst Benedikt: Christen sind ein Gewinn für islamische Länder

Kongress widmete sich Kirchen im Nahen Osten

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ROM, 26. Februar 2009 (ZENIT.org).- Die Bedeutung der Christen für den Nahen Osten hat Papst Benedikt XVI. anlässlich einer katholisch-muslimischen Konferenz hervorgehoben, die am 23. Februar in Rom stattfand (vgl. Programm). Der Heilige Vater bekräftigt in einer entsprechenden Botschaft, dass die Christen für Staaten mit islamischer Mehrheit eine Bereicherung darstellten.

Der Titel der Veranstaltung, die von der Basisgemeinschaft Sant´Egidio organisiert wurde, lautete: „Der Wert der Kirchen im Nahen Osten: Christen und Muslime diskutieren miteinander". Die päpstliche Botschaft war in einem Brief an die Teilnehmer enthalten, den Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone im Namen des Vaters verfasst hatte.

In dem Schreiben wird hervorgehoben, dass das Thema des Zusammenkunft eine „klare religiöse und soziale Bedeutung hat". Der Papst verleiht dabei seiner Hoffnung Ausdruck, der Nahe Osten möge dank des verantwortungsbewussten Beitrags aller Gläubigen, die dort leben, eine „Stätte des Dialogs und der brüderlichen Zusammenarbeit werden, des gegenseitigen Respekts und des Friedens". Die Christen in Nahost seien „eine Garantie für die soziale, kulturelle und religiöse Entwicklung".

Im geduldigen und segensreichen Dialog zwischen Christen und Muslimen über Anliegen von gegenseitigem Interesse stelle das Treffen eine weitere Etappe dar. Im Besonderen berühre der Kongress das äußerst wichtige Thema der „Präsenz christlicher Gemeinschaften in Regionen mit starker islamischer Vormachtstellung". Der Papst erhofft sich, dass das Treffen dazu beitragen kann, dass „der Dialog zwischen Christen und Muslimen immer brüderlicher wird, besonders in Gegenden, in denen Christen eine Minderheit sind".