Papst Benedikt dankt Kindern für missionarischen Einsatz

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ROM, 7. Januar 2008 (Zenit.org).- Benedikt XVI. hat jenen Tausenden von Kindern gedankt, die durch ihren missionarischen Eifer und Einsatz die Kirche in ihrem Evangelisierungsauftrag unterstützen. Außerdem ermutigte er sie, auch in Zukunft ihren Altersgenossen in allen Nöten hochherzig beizustehen.



Zum Welttag der Kindermission, den die Kirche jedes Jahr am Hochfest der Erscheinung des Herrn begeht, erklärte der Bischof von Rom am Sonntag vor den Gläubigen, die sich zum Angelus-Gebet auf dem Petersplatz versammelt hatten: „Seit über 160 Jahren ist durch die Initiative des französischen Bischofs Charles de Forbin Janson die Kindheit Jesu zur Ikone für das Engagement der christlichen Kinder geworden, die der Kirche in ihrer Aufgabe der Evangelisierung mit Gebet, Opfer und Gesten der Solidarität helfen.“

Die Liebe, „die der zum kleinen Kind gewordene Sohn Gottes auf die Erde gebracht hat“, führe Tausende von Kindern dazu, sich um andere Kinder und ihre Sorgen zu kümmern, fuhr der Heilige Vater fort. „Ich danke diesen Kleinen und bete darum, dass sie immer Missionare des Evangeliums sein mögen.“ Anschließend zollte Benedikt XVI. auch all jenen seine Anerkennung, die die Kinder „auf dem Weg der Hochherzigkeit, der Brüderlichkeit und des freudigen Glaubens begleiten, der Hoffnung hervorbringt“.

Zu Beginn der 40er-Jahre des 19. Jahrhunderts hatte Bischof Charles Auguste de Forbin-Janson aus Nancy (Frankreich) die Kinder Europas dazu aufgerufen, ihren Not leidenden Altersgefährten zu helfen und für sie zu beten: In China sahen sich damals viele Eltern aufgrund ihrer großen Not dazu gezwungen, die Kinder – vornehmlich Mädchen – einfach auszusetzen, und in Afrika wurden Kinder als Sklaven verkauft. So gründete der Bischof  1843 unter dem Namen „Werk der heiligen Kindheit“ das Kindermissionswerk. Am 3. Mai 1922 wurde es von Papst Pius XI. zum „Päpstlichen Werk“ erhoben.

Das Päpstliche Missionswerk der Kinder, eines der vier Päpstlichen Missionswerke, hat die Aufgabe, Lehrern zu helfen, bei den Kindern ein universales Missionsbewusstsein zu wecken und sie dahin zu führen, dass sie ihren Glauben und auch ihre materiellen Güter mit den Kindern aus bedürftigeren Regionen und Kirchen teilen.