Papst Benedikt: Die Kirche ist mehr als eine humanitäre Einrichtung

„Wunderbares Bild der Kirche in der ewigen Jugend des Geistes"

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ROM, 1. Juni 2009 (ZENIT.org).- Die Sendung der Kirche besteht darin, „allen Völkern den Sieg der göttlichen Liebe über die Sünde und den Tod zu verkünden". Das betonte Papst Benedikt XVI. gestern, am Hochfest von Pfingsten, in seiner Ansprache vor dem Gebet des „Regina caeli".

Der Heilige Vater erklärte den Pilgern und Gläubigen, die auf dem Petersplatz zusammengekommen waren, dass der auf die entstehende Kirche herabgekommene Geist diese zu einer missionarischen Kirche gemacht und sie ausgesandt habe. Der Heilige Geist sei „die Seele der Kirche", und ohne ihn wäre sie nichts anderes als eine soziale oder humanitäre Einrichtung - eben das, was jene Menschen sähen, die sie ohne Augen des Glaubens betrachteten. In Wirklichkeit werde die Kirche aber immerfort vom Heiligen Geist, dem Geist ihres Herrn, geformt und geführt.

Der Heilige Vater erinnerte die Gläubigen auch daran, dass Pfingsten in diesem Jahr mit dem Abschluss des Marienmonats Mai und dem Fest Mariä Heimsuchung zusammenfalle. Aus diesem Anlass verwies der Papst auf die Jungfrau, die Jesus in ihrem Schoß trage und, sich selbst vergessend, dem Nächsten zu Hilfe eile. Das sei „ein wunderbares Bild der Kirche in der ewigen Jugend des Geistes" so Papst Benedikt. Es verdeutliche auch die missionarische Dimension von Kirche, jener Kirche des fleischgewordenen Wortes, de dazu berufen sie, „ihn der Welt zu bringen und besonders im Dienst der Nächstenliebe zu bezeugen".

Um den Beistand des Heiligen Geistes betete der Papst besonders für jene kirchlichen Gemeinschaften, die um des Namens Christi willen verfolgt werden. Nachdem er mit den Gläubigen das „Regina caeli" gebetet hatte, wanderten seine Gedanken zu den jungen Menschen in den Abruzzen, die sich in diesen Tagen um das Weltjugendtagkreuz versammeln. Eine Gruppe von Ehrenamtlichen, die vom internationalen römischen Jugendzentrum „San Lorenzo" in das Erdbebengebiet entsandt worden waren, trägt das einfache Holzkreuz pilgernd durch die ganze Region. Benedikt XVI. verlieh mit Blick auf die vielen Obdachlosen seiner Bitte Ausdruck, dass über alle Erdbebenopfer der Geist des Trostes und der Hoffnung ausgegossen werde.