Papst Benedikt: Die Märtyrer, „Hoffnung für die Welt“

Ansprache zum Angelus-Gebet

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ROM, 26. März 2007 (ZENIT.org).- Die modernen Märtyrer sind nach Benedikt XVI. Hoffnungsträger für die ganze Welt, denn sie bezeugten, „dass die Liebe Christi stärker ist als Gewalt und Hass“.



Der Heilige Vater betonte am fünften Fastensonntag vor dem Angelus-Gebet, das Missionare und Märtyrer das Martyrium nicht anstrebten, dass sie aber sehr wohl bereit seien, „ihr Leben hinzugeben, um dem Evangelium treu zu bleiben“. In diesem Zusammenhang unterstrich der Papst: „Das christliche Martyrium rechtfertigt sich nur als höchster Akt der Liebe zu Gott und den Brüdern und Schwestern.“

Durch ihr Ja zum Engel Gabriel habe sich die Jungfrau Maria mit dem Ja ihres Sohnes verbunden, erklärte Benedikt XVI. am eigentlichen Tag des Hochfests der Verkündigung des Herrn, das aufgrund des Vorrangs der Sonntagsliturgie erst am heutigen Montag begangen wird. Die Antwort Mariens lebe in der Kirche fort, die dazu berufen sei, „Christus in der Geschichte gegenwärtig zu machen“. Diesem Auftrag komme sie nach, indem sie Gott die Möglichkeit gebe, dem Menschen zu begegnen und ihm seine Barmherzigkeit zukommen zu lassen. „Das Ja Jesu und Mariens erneuert sich so im Ja der Heiligen, vor allem im Ja der Märtyrer, die um des Evangeliums willen getötet werden“, fuhr der Bischof von Rom fort.

„Vereint mit Jesus, dem Zeugen der Liebe des Vaters, hat Maria das Martyrium der Seele erfahren. Rufen wir vertrauensvoll ihre Fürsprache an, damit die Kirche in Treue zu ihrer Sendung vor der ganzen Welt ein mutiges Zeugnis für die Liebe Gottes ablegt.“

Die Pilger aus dem deutschsprachigen Raum ermutigte der Papst, sich in der Fastenzeit für den Anruf Gottes zu öffnen, „damit Christus unter uns wohnen und wirken kann“.

Am Samstag, dem Jahrestag der Ermordung von Oscar Romero, des Erzbischofs von San Salvador, im Jahr 1980, wurde der Gebets- und Fasttag für die Missionare und Märtyrer begangen, an dem die Kirche jener Bischöfe, Priester, Ordensmänner, Ordensfrauen und Laien gedachte, die nach Worten des Papstes „bei der Erfüllung ihres Auftrags der Evangelisierung und der Förderung der Menschheit“ den Tod fanden.

Im Jahr 2006 kamen weltweit 24 Missionare (17 Priester, ein Ordensmann, drei Ordensfrauen und drei Laien) auf gewaltsame Weise ums Leben.