Papst Benedikt: Die Situation der Christen im Nahen Osten geht alle an

Audienz für die Mitglieder der Internationalen Kommission für den theologischen Dialog zwischen der katholischen Kirche und den orthodoxen Kirchen des Ostens

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ROM, 1. Februar 2007 (ZENIT.org).- Am heutigen Vormittag empfing Papst Benedikt XVI. die Mitglieder der Internationalen Kommission für den theologischen Dialog zwischen der katholischen Kirche und den orthodoxen Kirchen des Ostens, die vom 30. Januar bis zum 3. Februar in Rom tagen.



In seiner Ansprache ging der Papst auf die Zielsetzung der Vollversammlung ein. Die Kommission beschäftigt sich gegenwärtig mit der Verfassung und der Sendung der Kirche – ein für die gemeinsame Reise hin zur Wiederherstellung der Gemeinschaft besonders wichtiges Thema, wie Benedikt XVI. hervorhob.

Der Papst führte den Tagungsteilnehmern vor Augen, dass die katholische Kirche und die orthodoxen Kirchen seit der apostolischen Zeit und den ersten christlichen Jahrhunderten ein gemeinsames kirchliches Erbe miteinander teilten. Dieses „Erbe der Erfahrung“ sollte bei der Bemühung um die Wiederherstellung der vollen Gemeinschaft als Leitfaden dienen.

Die Tatsache, dass viele Audienzteilnehmer aus dem Nahen Osten kamen, veranlasste Benedikt XVI. dazu, die schwierige Situation der Christen in diesem Teil der Welt anzusprechen. Ihr Schicksal betreffe alle, unterstrich er.

Für die christlichen Minderheiten sei es schwierig, inmitten eines derart unbeständigen geopolitischen Panoramas zu überleben. Oft seien sie daher versucht auszuwandern. Unter diesen Umständen seien Christen aller Traditionen und Gemeinschaften dazu aufgerufen, in der Kraft des Geistes Christi mutig und standhaft zu sein.