Papst Benedikt: Die Unbefleckte Empfängnis, Stütze im Leben

Vorbereitung auf den 8. Dezember

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ROM, 6. Dezember 2007 (ZENIT.org).- Die ohne Erbsünde empfangene Jungfrau und Gottesmutter Maria ist nach Worten Benedikts XVI. eine wertvolle Stütze auf dem Weg durchs Leben.

Ehe sich der Papst von den Pilgern verabschiedete, die sich am Mittwoch aus Anlass der Generalaudienz in der Audienzhalle Pauls VI. versammelt hatten, wandte er sich mit einem besonderen Gruß an die Jugendlichen, Kranken und Eheleute.

„Wir bereiten uns darauf vor, in wenigen Tagen das Hochfest der Unbefleckten Empfängnis zu feiern“, erklärte er. „Möge sie es sein, liebe Jungendliche, die euch auf eurem Weg der immer tieferen Verbundenheit mit Christus leitet.“

Anschließend richtete sich der Heilige Vater an die kranken Menschen: „Für euch, liebe Kranke, möge sie Stütze im Leiden sein, und sie erfülle euch mit neuer Hoffnung.“

Schließlich wandte sich Benedikt XVI. den Frischvermählten zu, von denen einige im Hochzeitsgewand erschienen waren, und sagte: „Euch, liebe Jungvermählte, führe sie dazu, die Liebe Christi immer mehr zu entdecken“.

Am Samstag gegen 16.00 Uhr wird Papst Benedikt der Marienstatue auf der römischen Piazza di Spagna den traditionellen Feiertagsbesuch abstatten; er wird der Mutter Jesu Blumen bringen und ihr auf diese Weise seinen Dank bekunden. Am gleichen Tag wird im französischen Marienwallfahrtsort Lourdes das Jubiläumsjahr eingeläutet: Vor 150 Jahren erschien die ohne Erbsünde empfangene Jungfrau der heiligen Bernadette Soubirous.

Im „Katechismus der Katholischen Kirche“ wird der Hintergrund zum Hochfest näher erklärt. In den beiden Abschnitten 491 und 492 heißt es dazu: „Im Laufe der Jahrhunderte wurde sich die Kirche bewusst, dass Maria, von Gott ‚mit Gnade erfüllt‘ (Lk 1,28), schon bei ihrer Empfängnis erlöst worden ist. Das bekennt das Dogma von der unbefleckten Empfängnis, das 1854 von Papst Pius IX. verkündigt wurde: dass die seligste Jungfrau Maria ‚im ersten Augenblick ihrer Empfängnis durch die einzigartige Gnade und Bevorzugung des allmächtigen Gottes im Hinblick auf die Verdienste Christi Jesu, des Erlösers des Menschengeschlechtes, von jeglichem Makel der Urschuld unversehrt bewahrt wurde‘ (DS 2803).

Dass sie ‚vom ersten Augenblick ihrer Empfängnis an im Glanz einer einzigartigen Heiligkeit erstrahlt‘ (LG 56), kommt ihr nur Christi wegen zu: Sie wurde im ‚Hinblick auf die Verdienste ihres Sohnes auf erhabenere Weise erlöst‘ (LG 53). Mehr als jede andere erschaffene Person hat der Vater sie ‚mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch [die] Gemeinschaft mit Christus im Himmel‘ (Eph 1,3). Er hat sie erwählt vor der Erschaffung der Welt, damit sie in Liebe heilig und untadelig vor ihm lebe (Vgl. Eph 1,4.).“