Papst Benedikt: „Die Welt braucht unser gemeinsames Zeugnis für Christus“

Empfang der Mitglieder der Gemeinsamen Internationalen Kommission von Baptisten und Katholiken

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ROM, 6. Dezember 2007 (ZENIT.org).- „Heute braucht die Welt – wie zu allen Zeiten – unser gemeinsames Zeugnis für Christus und die Hoffnung, die aus dem Evangelium kommt“, bekräftigte Benedikt XVI. am Donnerstag beim Empfang der Mitglieder der Gemeinsamen Internationalen Kommission des Weltbundes der Baptisten und des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen.



Der Heilige Vater ermutigte die Kommissionsmitglieder, sich schwierigen Fragen gemeinsam zu stellen – „in einem Geist der Offenheit, des gegenseitigen Respekts und in Treue zur befreienden Wahrheit und heilenden Kraft des Evangeliums Jesu Christi“.

Seine Gäste halten sich derzeit in Rom auf, um über „Das Wort Gottes im Leben der Kirche – Schrift, Tradition und Koinonia“ nachzudenken und zu beraten.

Dieses Thema bietet sich nach Worten Benedikts XVI. dazu an, gerade jene Fragestellungen in den Blick zu nehmen, die in der Vergangenheit zu heftigen Diskussionen Anlass gaben. Der Papst sprach konkret die „Beziehung zwischen Schrift und Tradition“ an, „das Beicht- und Sakramentenverständnis, die Stellung Mariens in der Gemeinschaft der Kirche und die Natur … des Primats in der kirchlichen Amtsstruktur“. Nur die gemeinsame Behandlung solcher Fragen ermögliche die Versöhnung und die tiefere Gemeinschaft von Baptisten und Katholiken, bekräftigte der Bischof von Rom.

Der Wille des Herrn – „dass sie alle eins seien“ – müsse jeden dazu anspornen, sich mit aller Kraft um die Einheit zu bemühen, fuhr Benedikt XVI. fort. „Der Mangel an Einheit unter den Christen widerspricht direkt dem Willen Christi, stellt einen Stolperstein für die Welt dar und verletzt das so heilige Anliegen, die Frohe Botschaft allen Geschöpfen zu verkünden.“