Papst Benedikt ermutigt kubanische Bischöfe, die Katechese zu fördern

Lebendige Kirche, mehr Berufungen

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ROM, 2. Mai 2008 (ZENIT.org).- Am heutigen Freitagvormittag empfing Papst Benedikt XVI. die kubanischen Bischöfe. Die Hirten hielten sich in diesen Tagen aus Anlass ihres Ad-Limina-Besuchs, der in der Regel alle fünf Jahre fällig ist, in Rom auf.



Die Worte, die der Heilige Vater an seine Gäste richtete, standen ganz im Zeichen der zukunftsorientierten Hoffnung. Benedikt XVI. ermutige die Bischöfe des karibischen Inselstaates, besonders die Erziehung der Jugend, die Bildung der Laien und die Förderung von Ehe und Familie im Blick zu haben. In diesem Zusammenhang sprach sich der Papst für mehr Engagement der Katholiken in den Medien aus und eine ausreichende Anzahl von Kultstätten für die Pastoralarbeit der Kirche.

Im gegenwärtigen historischen Augenblick sei die Kirche in Kubas dazu berufen, „der ganzen kubanischen Gesellschaft die einzige wahre Hoffnung vorzulegen: Jesus Christus“. Diese Hoffnung sei es gewesen, die die kubanischen Gläubigen in Glaube und Liebe habe standhaft bleiben lassen. Aus diesem Grund sollte die Förderung des geistlichen Lebens einen vorrangigen Platz in den Pastoralprogrammen einnehmen.

Der Papst würdigte die „Vitalität“ der Kirche in Kuba, brachte seine geistige Verbundenheit mit allen Katholiken der Insel zum Ausdruck und ging auf die sechstägige Reise ein, die Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone Ende Februar aus Anlass des zehnten Jahrestages des historischen Besuchs von Papst Johannes Paul II. unternommen hatte.

Das kirchliche Leben auf der Insel habe insbesondere im Zuge dieser historischen Apostolischen Reise seines direkten Vorgängers große Veränderungen erlebt. Trotz aller Schwierigkeiten und Beschränkungen sei eine intensive pastorale Arbeit entwickelt worden, die zur Stärkung des missionarischen Geistes aller kirchlichen Gemeinschaften auf der Insel beigetragen habe. Benedikt XVI. ermutigte die Bischöfe, diese Bemühungen zur Evangelisierung fortzusetzen, um das Licht Christi in jeden Bereich der Gesellschaft zu tragen.

In dem Programm, dass die Bischöfe ausgearbeitet hätten, komme der Förderung der Laien besondere Bedeutung zu, die sich ihrer Sendung und Berufung in Kirche und Welt immer mehr bewusst seien. In dieser Hinsicht spornte der Papst seine Gäste dazu an, auf verschiedenen Ebenen einen wahren Erziehungsprozess in Gang zu setzen, nicht zuletzt mit Hilfe gut vorbereiteter Katecheten.

Benedikt XVI. bekundete sein Vertrauen, dass es das Berufungswachstum – ein klares „Zeichen der Hoffnung“ – erlauben möge, schon bald auf eine ausreichende Zahl von Priestern zurückgreifen zu können. Gleiches gelte für die Kirchengebäude, die notwendig seien, damit die Kirche ihre pastorale Sendung verwirklichen könne. Von besonderer Bedeutung sei die Sorge um die Seminare; sie müssten im Herzen jedes Bischofs einen besonderen Platz einnehmen.

Hinsichtlich der Sorgen, die die Bischöfe zum Ausdruck gebracht hatten, betonte der Papst die Schwierigkeiten, denen die Familien ausgesetzt seien. Aufgrund der Scheidungen und all ihren Folgen, der Abtreibungen und den wirtschaftlichen Nöten seien sie bedroht und würden destabilisiert. Benedikt XVI. erinnerte die Hirten auch an die schmerzhaften Trennungen, eine Folge der Asuwanderung. Er ermahnte die Bischöfe dazu, ihren Einsatz zu verdoppeln, damit sich alle, insbesondere die jungen Menschen, von „der Schönheit der wahren Werte der Ehe und der Familie“ angezogen fühlten. Die Arbeit des Klerus und der Ordensleute zollte der Heilige Vater ausdrücklich Tribut.

„Mit Freude sehe ich die Großherzigkeit, mit der sich die Kirche dem Dienst an den Ärmsten und Benachteiligsten widmet“, erklärte der Papst. Dieser Dienst sei ein Grund dafür, dass die Kirche vom ganzen kubanischen Volk geachtet werde. Die bevorstehende Seligsprechung des Dieners Gottes José Olallo Valdés, so beschloss der Papst seine Ansprache, möge den Bischöfen in ihrem Dienst an der Kirche und am kubanischen Volk neuen Antrieb schenken, um stets „Sauerteig der Versöhnung, der Gerechtigkeit und des Friedens“ zu sein.

Aus Anlass des Besuchs von Kardinal Bertone auf Kuba beleuchtete ZENIT die Herausforderungen der Kirche in diesem Teil der Welt.