Papst Benedikt ermutigt Österreicher zu „großherzigem apostolischen Einsatz“

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ROM/WIEN, 10. September 2007 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XV. wünscht den österreichischen Katholiken eine „Zukunft erneuerten geistlichen Eifers und großherzigen apostolischen Einsatzes“.



Nach seiner Rückkehr in den Vatikan ließ der Heilige Vater heute, Montag, dem Vorsitzenden der Österreichischen Bischofskonferenz, Christoph Kardinal Schönborn, und der ganzen Kirche in Österreich eine Botschaft zukommen, in der er sich für den „herzlichen Empfang“ in Wien, Mariazell und Heiligenkreuz bedankt. Mehr als 110.000 Gläubige haben nach Angaben der Organisatoren in den vergangenen drei Tagen an den Feiern mit Papst Benedikt XVI. teilgenommen.

Wie die Pressestelle der Erzdiözese Wien berichtete, schreibt der Papst in seiner Dankesbotschaft: „Der bewegende Eindruck der von engagiertem und frommem Glauben getragenen liturgischen Feiern sowie die verschiedenen Begegnungen mit aufmerksam teilnehmenden Menschen sind in meinem Herzen lebendig. Von Herzen bitte ich den Herrn, auf die mütterliche Fürsprache Marias, der ‚Magna Mater Austriae‘, seine himmlischen Gaben über die Diözesen, über die Pfarrgemeinden, über alle katholischen Gemeinschaften und besonders über die jungen Menschen reichlich auszugießen für eine Zukunft erneuerten geistlichen Eifers und großherzigen apostolischen Einsatzes.“

Am Ende spendet Benedikt XVI. allen Gläubigen seinen „besonderen Apostolischen Segen“.

In einer weiteren Botschaft, die an den Apostolischen Nuntius in Österreich, Erzbischof Edmond Farhat, adressiert ist, bedankt sich Papst Benedikt für die Feiern mit den Hirten und Gläubigen der Kirche in Österreich sowie für die Begegnungen mit „den Autoritäten und der Bevölkerung der geliebten österreichischen Nation“.

Wörtlich heißt es weiter: „Es ist mir ein Anliegen, Ihnen und allen Mitarbeitern der Nuntiatur meinen aufrichtigen Dank für die herzliche Gastfreundschaft und die hingebungsvolle Aufmerksamkeit auszusprechen, die mir und meinen Mitarbeitern erwiesen worden sind, und im besonderen für den Einsatz, mit dem mein Besuch vorbereitet und organisiert worden ist.“

Kardinal Christoph Schönborn sieht im Papstbesuch einen kräftigen Impuls. Nur durch eine „geistliche Radikalität“ in der Hingabe und „Hinwendung zu Christus“ ließen sich auch die strukturellen Fragen und Probleme lösen, betonte der Wiener Erzbischof am Sonntagabend am Flughafen Wien-Schwechat. „Der Papst hat in seinen Reden auf strukturelle Fragen mit einer anderen Vision geantwortet. Auf diese Vision gilt es in Zukunft zu schauen.“

Der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari wies vor Journalisten darauf hin, dass Benedikt XVI. „die Wurzeln aller Probleme in Kirche und Gesellschaft“ angesprochen habe: „Wer nicht auf Christus schaut, dem geht die Kraft aus.“