Papst Benedikt ermutigt Seelsorger, die Bedeutung der Liturgie sichtbar zu machen

Sie ist das „Herzstück unseres Christseins"

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ROM, 10. März 2009 (ZENIT.org).- Gemeindemitgliedern müsse die Liturgie und die Bedeutung der Sakramente als Begegnungen mit Gott erschlossen werden, erklärte Papst Benedikt XVI. am 26. Februar bei einer Begegnung mit Priestern der Diözese Rom. Diese Treffen sind eine Tradition der Fastenzeit, bei denen der Heilige Vater Fragen und Anliegen der Seelsorger beantwortet.

Entscheidend sei, so der Papst, dass die Sakramente nicht „etwas Fremdes" blieben: Es könne passieren, dass ein Sakrament isoliert stehen bleibe und somit nicht eine Realität sei, die in die Gesamtheit unseres Menschseins eingefügt werde. Nachdrücklich ermutigte der Heilige Vater in diesem Zusammenhang zu Katechesen-Reihen in den Pfarreien.

Es sei wichtig, dass Gott „in unser Leben eintritt und wirklich ein Freund ist, mit dem wir sprechen können und der mit uns spricht", fuhr Papst Benedikt fort. „Wir müssen lernen, Eucharistie zu feiern, und wir müssen Jesus Christus kennen lernen, den Gott, der ein menschliches Gesicht hat. Wir müssen in eine Beziehung mit ihm eintreten, lernen, ihm zuzuhören und ihm erlauben, in uns einzutreten."

In der Kommunion sei der Auferstandene den Gläubigen nicht nur „nahe", er verwandle sie auch, bekräftigte der Bischof von Rom. Die Eucharistiefeier sei von zentraler Bedeutung, um mit Gott zu leben. Durch sie seien die Gläubigen nicht mehr voneinander getrennte Einzelwesen: „Wir werden alle dem gleichen Christus einverleibt, wenn wir die Eucharistie richtig empfangen."

Eucharistie und sakramentale Katechese müssten bis in die Tiefe der menschlichen Existenz vordringen; so könnten sie eine Schule werden, die für die Stimme Gottes hellhörig mache. Dazu gehöre auch eine bessere Kenntnis der Liturgie, die Papst Benedikt das „Herzstück unseres Christseins" nannte.