Papst Benedikt ernennt Vorsitzende der Weltbischofssynode über das Wort Gottes

Kardinal Levada, Kardinal Gracias und Kardinal Scherer

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ROM, 24. Juni 2008 (ZENIT.org).- Benedikt XVI. hat drei Kardinälen den Auftrag erteilt, bei der Weltbischofssynode im Herbst den Vorsitz zu übernehmen. Die zwölfte ordentliche Vollversammlung der Bischöfe wird vom 5. bis zum 26. Oktober 2008 zum Thema „Das Wort Gottes im Leben und in der Sendung der Kirche“ im Vatikan stattfinden.



Neben Kardinal William Joseph Levada, Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, werden nach einem heute veröffentlichten Bericht des Heiligen Stuhls Kardinal Oswald Gracias, Erzbischof von Bombay (Indien), und Kardinal Odilo Pedro Scherer, Erzbischof von São Paulo (Brasilien), die Arbeiten der Versammlung leiten.

Ein so genannter „delegierter Vorsitzender“ hat, wie in der aktuellen „Ordnung der Bischofssynode“ festgelegt ist, drei Aufgaben.

„1. die Arbeiten der Synode zu leiten, entsprechend den Befugnissen, die ihm im Berufungsschreiben zuerkannt wurden, gemäß der festgesetzten Reihenfolge der zu behandelnden Themen sowie unter Einhaltung der in dieser Ordnung vorgeschriebenen Verfahrensregeln;

2. wenn es angebracht und ratsam ist, bestimmten Mitgliedern besondere Aufgaben zuzuweisen, damit die Versammlung in möglichst geeigneter Weise sich ihren Arbeiten widmen kann;

3. die Akten der Versammlung zu unterschreiben. Wenn es mehrere delegierte Vorsitzende gibt, unterschreiben alle die Abschlussakten der Versammlung.“

Erzbischof Nikola Eterović, Generalsekretär der Bischofssynode, weist im Vorwort zum unlängst veröffentlichten Arbeitsdokument zur bevorstehenden Vollversammlung (Instrumentum Laboris) darauf hin, dass das gewählte Thema „Das Wort Gottes im Leben und in der Sendung der Kirche“ christologisch verstanden werden könne: „Jesus Christus im Leben und in der Sendung der Kirche“.

Dieser christologische Zugang sei „notwendigerweise mit einem pneumatologischen Zugang verbunden“. Beide zusammen führten „zur Entdeckung der trinitarischen Dimension der Offenbarung“.

Die Weltbischofssynode im Oktober sieht er als „Weg der Wiederentdeckung des Wortes Gottes“ und somit als Weg der „Wiederentdeckung des Gottmenschen Jesus Christus“.