Papst Benedikt gewährt den Teilnehmern des V. Weltfamilientreffens einen vollkommenen Ablass

Familien aus Welt treffen einander vom 1. bis zum 9. Juli 2006 in Valencia (Spanien)

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ROM, 28. Juni 2006 (ZENIT.org).- Alle, die physisch oder geistig an den Veranstaltungen des V. Weltfamilientreffens in Spanien teilnehmen, können einen vollkommenen Ablass erwerben. Das ergeht aus einer Verordnung, die am Dienstag vom Heiligen Stuhl veröffentlicht wurde. Sie trägt die Unterschrift des Apostolischen Großpönitentiars Kardinal James Stafford.



Das Treffen für Familien aus aller Welt, das auf Initiative Johannes Paul II. eingeführt wurde und nun alle drei Jahre stattfindet, wird in diesem Jahr vom 1. bis zum 9. Juli in der spanischen Mittelmeermetropole Valencia abgehalten. Papst Benedikt XVI. wird am Samstag, dem 8. Juli, dazu stoßen und am darauf folgenden Sonntag die Abschlussmesse feiern.

Der Heilige Vater wünscht sich, dass alle, die in Valencia dabei sein werden, "eifrig und aufmerksam an den unterschiedlichen Initiativen und religiösen Feiern, die dort zugunsten der Familie stattfinden werden, teilnehmen und dass sie, sobald sie wieder nach Hause zurückgekehrt sind, sich großzügig und in der Kraft der göttlichen Gnade der Aufgabe widmen, ihre Familien und die Familien ihrer Mitmenschen gemäß den heiligen Richtlinien des Evangeliums zu gestalten".

Außerdem hofft der Bischof von Rom, dass das Weltfamilientreffen dazu dienen möge, das Motto der Begegnung in aller Tiefe zu erwägen: "Die Familie, Sitz des Lebens und der Liebe, Hauskirche, in der die Eltern ihren Kindern das unschätzbare Geschenk des Glaubens vermitteln".

In der Verordnung heißt es zudem: "Der Heilige Vater gewährt den Gläubigen einen vollkommenen Ablass, den sie unter den üblichen Bedingungen (sakramentale Beichte, Empfang der Eucharistie, Gebet für die Anliegen des Papstes) erlangen können, wenn sie in einer Gesinnung, die von jeder Anhänglichkeit an die Sünde frei ist, während des 5. Welttreffens der Familien an einer der Veranstaltungen in Valencia sowie an der festlichen Abschlussfeier begeistert teilnehmen."

Es wird hinzugefügt, dass auch "die anderen Gläubigen, die nicht in der Lage sind, an diesem Ereignis teilzunehmen", während der Veranstaltungstage die Möglichkeit bekommen, unter den bereits angeführten Bedingungen einen vollkommenen Ablass zu erwerben – "wenn sie mit den Gläubigen in Valencia im Geiste und in Gedanken verbunden sind und in ihren Familien das Vaterunser, das Glaubensbekenntnis und andere andächtige Gebeten verrichten, mit denen sie die Göttliche Barmherzigkeit im Sinn der zuvor angeführten Ziele anrufen".

Laut Can. 992 des Codex des kanonischen Rechts und Nr. 1472 des Katechismus der Katholischen Kirche ist der Ablass der "Erlass einer zeitlichen Strafe vor Gott für Sünden, die hinsichtlich der Schuld schon getilgt sind. Ihn erlangt der Christgläubige, der recht bereitet ist, unter genau bestimmten Bedingungen durch die Hilfe der Kirche, die als Dienerin der Erlösung den Schatz der Genugtuungen Christi und der Heiligen autoritativ austeilt und zuwendet."

Das erste Weltfamilientreffen fand 1994 in Rom statt und wird seitdem regelmäßig im 3-Jahres-Abstand in verschiedenen Städten ausgetragen, um Gott für das Geschenk der Familie zu danken.