Papst Benedikt: Kroatienreise möge als Same reiche Frucht bringen

Katholische Familie als Vorbild

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VATIKANSTADT, 8. Juni 2011 (ZENIT.org). – Einen Rückblick auf seine 19. apostolische Reise nach Kroatien am vergangenen Wochenende hielt Papst Benedikt XVI. am heutigen Vormittag bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz, bei der er die Glanzpunkte der Reise hervorhob und nochmals auf den eigentlichen Anlass dieser Reise, den 1. Nationalen Familientag des Landes, einging.

Wir veröffentlichen die offizielle deutsche Zusammenfassung seiner Ansprache:

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Liebe Brüder und Schwestern!

In der heutigen Audienz möchte ich eine kurze Rückschau auf die Apostolische Reise nach Kroatien halten. Ich denke gerne an eine Reihe eindrucksvoller Begegnungen zurück und möchte dem ganzen kroatischen Volk noch einmal herzlich für den begeisterten Empfang und die aufmerksame Gastfreundschaft danken. In froher Erinnerung bleiben mir die Jugendvigil und die feierliche Vesper mit den Bischöfen, Priestern und Ordensleuten wie auch das Treffen mit Vertretern der Zivilgesellschaft. Der ganze Pastoralbesuch stand unter dem Motto »Gemeinsam in Christus«. Dabei dachten wir besonders an die Familien; denn der eigentliche Anlass meines Kommens war der I. Nationale Familientag der kroatischen Katholiken, der am Sonntag mit der Messfeier im Zagreber Hippodrom seinen Höhepunkt fand. Ich wollte als Nachfolger Petri die Familien bestärken, gemeinsam mit Christus zu leben und »Hauskirchen« zu sein. In einer Zeit vermehrter Ehescheidungen ist die Treue der Eheleute ein umso bedeutsameres Zeichen der Liebe Christi und seiner Treue, zu der er uns wiederum fähig macht. Mit seiner Gnade kann es den Eheleuten gelingen, sich in Freude und Leid ein ganzes Leben zu lieben und einander beizustehen. Diese Liebe findet in den Kindern ihren wunderbaren und sichtbaren Ausdruck. Wir haben die Jungfrau Maria angerufen, dass sie allen Ehepaaren wie bei der Hochzeit zu Kana den „guten Wein“, das heißt die Gnade dieser frohmachenden und unvergänglichen Liebe erbitte, um auch in schweren Zeiten gleichsam „ein Fleisch zu sein“ und treu zueinander zu stehen.

Die deutschsprachigen Pilger grüßte der Papst mit folgenden Worten:

Mit Freude grüße ich die deutschsprachigen Pilger und Besucher. Mein ganz besonderer Dank gilt all jenen, die diese Reise nach Kroatien im Gebet begleitet haben, damit der ausgestreute Same vielfältige Frucht bringt. Euch allen wünsche ich einen gesegneten Aufenthalt in Rom und gesegnete Pfingsten.