Papst Benedikt: Rompilger als Brüder und Schwestern willkommen heißen

Neujahrsempfang für die Mitarbeiter des Sicherheitsinspektorats beim Vatikan

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ROM, 11. Januar 2008 (ZENIT.org).- Beim traditionellen Neujahrsempfang für die Verantwortlichen und Polizeibeamten des Sicherheitsinspektorats beim Vatikan brachte der Heilige Vater heute Vormittag gegenüber seiner Polizei die Wertschätzung für den Dienst zum Ausdruck, den sie im Herzen des christlichen Roms leisten. Gleichzeitig ermahnte er die für die öffentliche Sicherheit zuständigen Beamten, die Millionen von Pilgern, die jedes Jahr die Grabstätte des Apostels Petrus besuchen, als Brüder und Schwestern zu achten.

Benedikt XVI. erinnerte in seiner Ansprache vor der Vatikanpolizei daran, dass er die Familie in den Mittelpunkt seiner diesjährigen Botschaft zum Weltfriedenstag gestellt hat. Darin ist zu lesen: „Die auf die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau gegründete natürliche Familie als innige Gemeinschaft des Lebens und der Liebe ist der erste Ort der Humanisierung der Person und der Gesellschaft, die Wiege des Lebens und der Liebe. Zu Recht wird darum die Familie als die erste natürliche Gesellschaft bezeichnet, als eine göttliche Einrichtung, die als Prototyp jeder sozialen Ordnung das Fundament des Lebens der Personen bildet.“

Die vielen Familien, die aus den verschiedensten Teilen der Welt nach Rom kommen, um die Apostel und vor allem Petrus die Ehre zu erweisen, kommen nach Worten des Heiligen Vaters, um ihren Glauben zu erneuern, um die verschiedenen Wirklichkeiten des Vatikans zu besuchen und mit ihnen in Kontakt zu treten sowie um an den Audienzen und liturgischen Feiern des Nachfolgers Petrus teilzunehmen.

Der Papst dankte den Beamten für ihren Dienst an diesen Gläubigen, mit dem auch die Vatikanpolizei zum friedlichen Miteinander zwischen den Bürgern der Stadt Rom und den zahlreichen Gästen beitrage.

Benedikt XVI. forderte die Beamten dazu auf, die Pilger als Brüder und Schwestern zu achten. Jeder sei „als Mensch und Freund“ zu achten, „den man aufnehmen und dem man geduldig helfen muss, im Wissen darum, dass wir alle Teil der einer großen Menschheitsfamilie sind“.

Der Papst erinnerte an eine weitere Stelle seiner Botschaft zum Weltfriedenstag, an der er festhält, dass wir nicht zufällig nebeneinander leben. Deshalb sei es wichtig, dass ein jeder sein Leben in einer Haltung des Verantwortlichkeit vor Gott lebe und in ihm „die ursprüngliche Quelle der eigenen Existenz und der des anderen erkennt“.

Entsprechend diesem Prinzip könne der unbedingte Wert eines jeden Menschen wahrgenommen werden. Und Papst Benedikt XVI. bekräftigte: „Ohne das transzendente Fundament, das Gott ist, ist die Gesellschaft nur eine Ansammlung von Nachbarn, nicht eine Gemeinschaft von Brüdern und Schwestern, die berufen sind, eine große Familie zu bilden.“