Papst Benedikt ruft zur Unterstützung der Erdbebenopfer in Peru auf

Über 300 Tote und 1.000 Verletzte

| 833 klicks

VATIKAN/LIMA, 16. August 2007 (ZENIT.org).- Benedikt XVI. hat den Opfern des Erdbebens, das am Mittwochabend Zentral- und Südperu erschütterte und mehr als 300 Menschen in den Tod riss, sein tiefes Mitgefühl bekundet und zugleich zu großzügiger Solidarität aufgerufen. Das Epizentrum des Bebens der Stärke 7,9 auf der Richterskala lag rund 150 Kilometer südlich von der peruanischen Hauptstadt Lima. Mehr als 1.300 Menschen erlitten Verletzungen.



In einem Telegramm, das die Unterschrift von Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone trägt und heute vom Heiligen Stuhl veröffentlicht wurde, richtet sich der Heilige Vater an die Bischöfe der betroffenen Diözesen und erklärt, dass er nach dem Erhalt der traurigen Nachricht tief erschüttert gewesen sei. Insbesondere bete er für die Ewige Ruhe aller Todesopfer.

Die Ortsbischöfe werden in dem Schreiben darum gebeten, den Angehörigen der Verstorbenen das „aufrichtige Beileid“ des Papstes zu übermitteln. Benedikt XVI. sei mit den zahlreichen Verletzen und allen, die ihr Heim verloren haben, väterlich verbunden.

Der Heilige Vater „fordert die Institutionen und alle Menschen guten Willens dazu auf, den Geschädigten in Liebe und aus einer Gesinnung der christlichen Solidarität heraus die nötige Hilfe zukommen zu lassen“.

Die Zahl der Todesopfer beläuft sich nach dem letzten offiziellen Bericht, der von der peruanischen Regierung vor Redaktionsschluss herausgegeben worden ist, auf 337. Rund 1.350 Menschen sollen verletzt worden sein. Die meisten von ihnen wohnen in Ica, 300 Kilometer südlich von Lima. Andere Regionen, die schwer in Mitleidenschaft gezogen wurden, sind Chincha und Pisco.

Wie das peruanische Institut für Geophysik berichtete, handelte es sich bei dem Erdbeben um das stärkste, das Lima und die südlich der peruanischen Hauptstadt gelegenen Städte und Ortschaften innerhalb der letzten 50 Jahre erlebt haben.

Das katholische Hilfswerk MISEREOR, das unmittelbar nach der Katastrophe 25.000 Euro Soforthilfe für die betroffene Bevölkerung zur Verfügung stellte, arbeitet in Peru mit mehr als 60 kirchlichen und nichtkirchlichen Organisationen zusammen und bittet um Spenden für die Erdbebenopfer: Konto 52 100, BLZ 390 500 00, Stichwort „Erdbeben Peru“.