Papst Benedikt VI. empfängt irakischen Kurdenführer Masud Barzani

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ROM, 15. November 2005 (ZENIT.org).- Am Montag empfing Benedikt XVI. den Präsidenten der autonomen nordirakischen Region von Kurdistan, Masud Barzani. Bei der Unterredung ging es um die gegenwärtige Situation im Irak und um mögliche Maßnahmen zur Förderung des Friedens.



Der 59-jährige kurdische Politiker ist Vorsitzender und Sohn des Gründers der Kurdischen Demokratischen Partei (KDP). Bekannt als einer der einflussreichsten politischen Verantwortungsträger im Irak arbeitete er in der Vergangenheit mit dem amtierenden irakischen Staatspräsidenten Dschalal Talabani eng zusammen. Barzani gilt als Befürworter einer unabhängigen Kurdenregion.

Die 4,3 Millionen Kurden stellen im Irak rund ein Sechstel der Gesamtbevölkerung, die 26 Millionen ausmacht. Seit Kriegsende genießen sie in drei nordirakischen Provinzen weit reichende Autonomie.

Am 10. November hatte Papst Benedikt XVI. den irakischen Staatspräsidenten Jalal Talabani im Vatikan empfangen, der ihm versicherte, dass die Rechte der Christen ausreichend geschützt würden. Am 12. November traf der Heilige Vater die chaldäisch-katholischen Bischöfe, die für einige Tage im Vatikan zusammengekommen waren, um über ihre Kirche und die zukünftige Entwicklung im Irak zu beraten. Benedikt XVI. hatte sie darin bestärkt, \"auf dem Weg zu Versöhnung und Frieden\" voranzuschreiten.